DAS PROJEKT


Das Projekt. Ja, das war damals ein Gedanke. Vor 11 Monaten. Jeden Tag ein Bild. 365 Tage lang. Wenn ich damals gewusst hätte was ich mir damit alles aufhalse… Und trotzdem bin ich stolz.

Was waren das für 11 Monate. Vor allem die letzten… Die Menschen die mich kennen wissen was ich meine. Die, die mich kennen und nicht wissen was ich meine, schickt mir ne Email. Vielleicht erzähle ich es Euch 😉

Noch ist nicht die Zeit für abschließende Worte und den großen Rückblick. Trotzdem möchte in stichwortartig mal festhalten was mich jetzt gerade im Bezug auf das Projekt bewegt:

  • Ich hab keine Lust mehr jeden Tag ein Bild zu machen
  • Ich hab keine Lust mehr jeden Tag dieses Bild hochzuladen
  • Ich hab keine Lust das auf 3 Plattformen parallel zu tun
  • Ich hab keine Lust mehr überall hin die Nikon zu schleppen
  • Ich hab keine Lust mehr auf das gesamte Projekt

Und das mag jetzt alles negativ klingen. So ist es aber gar nicht. Es ist nur an der Zeit das es zu einem Ende kommt. Und wenn ich mir anschaue was in dem Jahr alles passiert ist und was ich alles fotografiert habe, kann ich nur sagen: Es war in meiner bisherigen fotografischen „Laufbahn“ die mit Abstand beste Entscheidung dieses Projekt durchzuziehn. Denn es gibt durchaus auch positive Punkte:

  • Ich liebe meine Kamera, habe sie besser kennengelernt
  • Ich liebe die Möglichkeiten die die Fotografie bietet
  • Ich liebe es das sich Menschen Monat für Monat mit meinen Bilder auseinandergesetzt haben und abgestimmt haben
  • Ich liebe die Tatsache das ich durch das Projekt viele positive Rückmeldungen bekommen hab
  • Ich liebe die Erkenntnis bzw. das Eingeständnis das ich mich weiterentwickelt hab in diesem Jahr. Und das seh ich ganz messbar wenn ich mich durch die Anfänge des Projekts klicke.

Und ab heute darf wieder abgestimmt werden. Zum vorletzten Mal. Und ich weiß heute schon das mir in 33 Tagen doch etwas fehlen wird…

<< hier gehts zur Abstimmung >>

25 Kommentare zu “DAS PROJEKT”

  1. Ich stelle mir das verdammt schwer vor, jeden Tag ein Foto machen zu müssen. Aber gerade durch dieses MUSS fängt man vermutlich auch an, die alltäglichen Dinge anders zu sehen oder überhaupt erst einmal wirklich wahr zu nehmen. Man muss nicht die Welt bereisen, um interessante Fotos zu machen – was man bei dir ja immer wieder so schön sieht. 🙂
    Ich finde es klasse, dass du so lange durchgehalten hast und es dir trotz aller Mühen auch etwas Positives gebracht hat. Und wer weiß, vielleicht machst du ja nach diesen 365 Tagen trotzdem noch jeden Tag ein Bild … 😀

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    1. Danke für Deinen Kommentar. Ich merke das eben erst jetzt zum Ende des Projekts. Und aktuell steht gerade soviel an das es tatsächlich nur noch Belastung ist. Und aus meiner Sicht sieht man das den Bildern in letzter Zeit auch an… Aber gut, noch nene Monat, den halte ich durch 😉

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  2. Alles Gute muss auch mal ein Ende haben ^^ und ich versteh dich, irgendwann wird’s einfach anstrengend 🙂 aber ein ganzes Jahr durchhalten, das ist doch mal was! Und so schön war’s (ist es noch)!

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  3. So ein Projekt ist in jedem Fall eine Herausforderung. Aber es lohnt sich, weil man sich mit jedem einzelnen Bild weiter entwickelt. Fotografieren kann man halt nicht lernen, man muss es leben – im besten Fall jeden Tag. Danke für die letzten 332 Tage!

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  4. Oh ich weiß genau was du meinst. Ich habe vor Jahren auch mal ein 365 Projekt gemacht. Zum Ende hin wird es wirklich zäh. Ich habe am Ende für meine 365 Bilder glaube ich anderthalb Jahre gebraucht… 😀

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  5. 😉 da würde man (ich) doch gern noch mehr erfahren, das klingt irgendwie so … geheimnisvoll, nach sich aufziehender Veränderung und danach, als ob da etwas (Gedanken vmtl.) in dir arbeitet.
    Dass du keine Lust mehr hast, jeden Tag etwas tun zu ‚müssen‘, auch wenn du es dir selber vorgenommen hast, kann ich gut verstehen. Etwas zu müssen, ist irgendwann meistens nicht mehr gut. Interessant daran ist aber ja, dass wir etwas sehr lange tun, selbst wenn wir schon nicht mehr mögen, auch wenn es freiwillig (gewählt) ist. Als wäre es schwer, die selbstgesetzten Regeln einfach zu brechen. Und dennoch bringt vielleicht gerade das uns weiter … Viel Glück für viele neue Ideen!! 😉
    Ich finde, fand es sehr spannend, zu sehen, was du zu zeigen hast/hattest, auch wenn ich Abstimmungen vermeide und mich da heraus gehalten habe.
    Hast du wirklich erst letzten September mit diesem Blog begonnen? Ich auch, fällt mir gerade auf ;-).
    Allerdings hab ich kein ‚jeden Tag‘-Projekt und arbeite voll nach dem Lustprinzip… :D. Mal sehen, wie es ist, wenn das Ding 1 Jahr alt wird demnächst. Spannend. Liebe Grüße!

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  6. Hallo Markus,

    Chapeau für dein Durchhaltevermögen, ich wäre anfangs sehr ambitioniert und irgendwann käme der Druck. Ich habe bis jetzt im Rahmen deines Projekts viele schöne Bilder entdeckt.

    So auch jetzt. Mir gefällt sehr gut der Gartenzaun, der von Rosen umrankt wird. Ich hatte sofort die Assoziation: Märchen.

    Liebe Grüße, Bee

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  7. Ich kann dich verstehen, bei mir ist es ja schon 2 Jahre her, dass ich mit meinem 365-Tage Projekt fertig wurde.
    http://www.juergen-adler.de/projekt-365-1-die-edition-2012/
    Danach wollte ich auch erst mal nicht mehr, aber die Zeit im Projekt war wunderbar.
    Und aus dieser Zeit habe ich mir einiges erhalten.
    Heute noch habe ich nahezu immer eine SLR dabei (mindestens im Auto)…

    Ich bin mir sicher, den Monat machst du noch locker ohne aufzugeben. Der letzte Monat war bei mir nicht der leidenschaftlichste aber auch nicht mehr der schwerste.

    Auf jeden Fall: eine tolle Leistung!

    Alles Gute Jürgen

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    1. Das kann ich mir auch vorstellen. Das ich jeden Tag aus Gewohnheit die Kamera mit zur Arbeit nehm und dann dort feststelle, das ich sie eigentlich gar nicht brauche ;-))) Aber wenn es dann zu ner fotogenen Szene auf dem Heinweg kommt, spätestens dann hat es sich gelohnt…

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  8. Treffend geschrieben! Mir geht es ganz genauso! Durchhalten, wir habens ja beide bald geschafft! 😉

    Hab noch eine Liste an Bildern die ich abarbeiten werde und dann bin ich auch froh, wenn ich nicht mehr jeden Tag fotografieren „muss“!

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  9. Herzlichen Glückwunsch zum Durchhalten! Das ist eine Leistung, auf die Du wirklich sehr stolz sein kannst. Und genau, wie Du es beschreibst, scheint es auch jede Anstrengung wert gewesen zu sein, da Du Dich mit der Fotografie und Deinem Equipment ernsthaft auseinandergesetzt und auf dem Weg zum Ziel permanent gelernt hast.

    Ich gehöre themenabhängig bisweilen zur Fraktion „stark anfangen und stark nachlassen“. 🙂 Nein, im Ernst, ich hab mir in letzter Zeit immer öfter gestattet, nicht perfekt sein zu müssen, und den Mut zu Lücken zu haben. Ist definitiv besser für den Seelenfrieden und allgemeinen Gemütszustand. 🙂

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    1. Oh ein schöner Kommentar, vielen Dank. Da steckt soviel drin… zu schade um es hier über die Kommentarfunktion zu besprechen. Ich muss einfach mal nach Berlin kommen. Würde sich definitiv in vielerlei Hinsicht lohnen 😉 Vielleicht können wir ja mal irgendwann ein Bloggertreffen anpeilen… Wer weiß…

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