No light without darkness


Langzeitbelichtungen sind spannend. Die Kombination Licht und Dunkelheit hat mich in fotografischer Hinsicht schon immer fasziniert. Auch deshalb, weil ohne Licht niemand fotografieren kann. Doch zum Glück gibt es Stative und Belichtungszeiten…

Zusammen mit Manni’s Fotobude war ich unterwegs, um mal wieder die Lichter der Nacht einzufangen. Und da gibt es unendlich viele Möglichkeiten die alle eins gemeinsam haben: sie sind Zeitfresser… Die Minuten und Stunden vergehen wie im Flug, die Speicherkarte füllt sich nicht wirklich und so kann man auch mal schnell enttäuscht nach Hause gehen…

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So erging es mir an einem bekannten Aussichtspunkt in Stuttgart. Ich bin tatsächlich mit NULL Bildern wieder ins Auto gestiegen… Gut, dass wir ein weiteres Ziel im Auge hatten. Ein Parkhaus am Stuttgarter Flughafen, 12. Stock.

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7 stolze Euro kostete uns dieser Ausblick. Aber es hat sich gelohnt. Denn der Blick ist schon genial und man hat das Pardeck im Normalfall ganz für sich alleine. Und was gibt es schöneres, als das Treiben am Flughafen mal aus sicherer Entfernung beobachten zu können?!

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Doch auch der Klassiker der Langzeitbelichtung bei Nacht darf natürlich nicht fehlen. Stuttgart liegt direkt an der stark befahrenen A8 und es gibt einige Brücken die nur darauf warten, irgendwelchen Knipsern die Möglichkeit zu geben, ihre Stative mal wieder auszupacken…

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Aber auch sonst ist ein Stativ und damit verbunden die längere Belichtung sehr nützlich. So kann man Stimmungen einfangen, die einem sonst nicht wirklich gelingen. Manchmal lohnt es sich, die Augen offen zu halten und das Stativ auch mal ein paar Meter zu tragen…

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Schön wars auf jeden Fall und wir hatten auch unseren Spaß. Gemessen an meinen „normalen“ Shootings hatte ich aber ständig das Gefühl, dass die Anzahl der Bilder bei weitem nicht ausreicht. Durch Shootings bin ich andere Zahlen gewohnt, bei der Langzeitfotografie kommt es also dann doch eher auf die Qualität jedes einzelnen Fotos an… Man hat einfach deutlich weniger Versuche…

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48 Kommentare zu “No light without darkness”

  1. An dem Thema Nachtfotografie knabbere ich ja noch… Ich will unbedingt wieder mit dem Stativ los und Nachtlichter einfangen. Ich mag deine Autobahnbilder sehr 🙂 Ich habe eine kleine Autobahnbrücke in der Nähe, aber da habe ich Bedenken, dass die zu sehr vibriert. Ich werde mein Glück da mal versuchen.

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  2. super beschrieben unsere 2 Ausflüge. Im ersten Teil gefällt mir am besten das Foto mit dem Parkdeck (Treppenaufgang ) . Hast du ja schon beim fotografieren gesagt dass dieses vermutlich top werden wird und du hast recht behalten. Auch die Autobahnbilder sind sehr gelungen vor allem das erste wo du in der Dämmerung gemacht hast.
    Fazit : 2 tolle Ausflüge wo ich vor allem profitiert habe und weiter üben konnte. Jetzt sind die Nikon und ich Freunde geworden und hoffentlich ein eingespieltes Team geworden !!!

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  3. ja, das ist ein thema bei nachtaufnahmen. sie sind wesentlich schlechter planbar und dadurch ist das überraschungsmoment auch meist größer und der output geringer. vor allem das titelbild ist aber toll und erinnert mich daran, dass ich mich auch unbedingt mal wieder daran versuchen muss. Mein erster Versuch ist ja schon etwas her und damals mangels Erfahrung auch definitiv verbesserungswürdig… ich finde aber, dass sich die auswahl definitiv sehen lassen kann 🙂

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    1. Ich erinner mich noch an Deine Nachtaufnahmen… Und ich fand die damals schon sehr spannend. Vor allem seit ihr ja auch echt gesegnet mit Euren Sternen (gut, nicht gerade in Wien selbst)… Mich würds freun wenn Du mal wieder nen Versuch starten würdest 😉

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  4. PS: dein beitrag hat mich grad zu einer reise durchs archiv inspiriert und einer sammlung meiner nachtaufnahmen rund um die stadt. mal sehen, wann er online kommt, aber es war schön, sich das nochmal anzuschauen.

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  5. Ich liebe die Nacht! Da habe ich meine Ruhe und kann mir die Zeit nehmen, die ich brauche.
    Aber stimmt, man kommt mit verdammt wenig Fotos nach Hause. Das liegt aber auch daran, dass man sich die Zeit lassen kann und nach der Aufnahme alles auf dem Display kontrollieren kann.

    Viele Grüße
    Marc

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  6. Bei solchen Nachtaufnahmen, gerade den von Dir beschriebenen „Klassikern“, habe ich früher meist schnell drüber geblättert, weil es mich nicht wirklich interessiert hat. Je mehr ich mich jedoch in der Fotografie ausprobiere und neue Bereiche für mich entdecke, die mir Spaß machen (einmalig oder wiederkehrend), desto näher rücken Themen, wie eben diese. Und ja, das steht nun auch auf meiner Liste. Immerhin habe ich es nur 5 Minuten bis zur nächsten Autobahnbrücke. Das muss ich, jetzt wo ich es bei Dir sehe, unbedingt auch mal ausprobieren. Und die Tage werden ja auch wieder kürzer, da braucht es dann auch keine ganz so lange Wartezeit bis zur Dunkelheit. Danke für diesen Beitrag und die damit verbundene Inspiration. Deine Ergebnisse gefallen mir sehr gut, die Klassiker (vor allem auch die 14) als auch die vom Parkdeck.

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    1. Es gibt wenig Dinge die ich lieber mache, als andere zu neuen Ideen inspirieren 😉 Auch wenn diese Idee alles andere als neu ist. Aber es gibt sie immer, diese Momente und Phasen in denen die einzelnen Bereiche mal mehr mal weniger vorhanden sind. Umso schöner wenn man sich dann anstecken lassen kann. Freut mich ehrlich, vielen Danke!

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  7. Die Nacht ist einfach der schönere Tag 😉
    Das Treppenhaus auf dem Parkdeck finde ich richtig gut. sehr spannend finde ich auch die Aufnahme mit dem Brückengeländer. Noch ein paar Minuten länger, und man hätte richtige Kreisbögen am Himmel gesehen.
    Gerade die Aufnahmen mit den Lichtstreifen sind echt Zufall. Aber – da berechenbarer als Blitze oder Feuerwerk übt es sehr gut die Einschätzung von Ergebnissen. ICh nutze hier meist wie auch bei Feuerwerk die Belichtungszeit-Einstellung „B“ und warte bis m.E. genug Licht da war. Das zu üben hilft nachher sehr in nicht wiederholbaren Situationen wie bei Gewitter-Aufnahmen bei der Einschätzung des Ergebnisses.

    Liebe Grüße
    Dein Jakob

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  8. Ja, das mit der Langzeitbelichtung ist so eine laaaaaaange, aber wie ich finde sehr schöne Sache… Ich mag diese herrlichen Farbwirkungen. Diese Kontraste und diese wunderbar „entschleunigende“ Wirkung, die diese Langzeitbelichtungen trotz der Bewegung in den Bildern mit sich bringen – die man auch ganz wunderbar in deinen Bildern sieht… 😍✨📷 Wirklich eine sehr schöne und gelungene Serie! 👏🏻👏🏻 ich glaube, mich an die eine Brücke und eine Geocaching-Tour erinnern zu können 😁😉✌🏻️✌🏻
    Ps: meine Favoriten sind das Sternenbild und das Bild darunter 😍✨

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    1. Und ich habe den Kommentar zu früh abgeschickt, war eigentlich noch gar nicht fertig… Auf jeden Fall super gute Photos, die ich mir auch in meine Sammlung wünschen würde. 😉
      Liebe Grüße. 🙂

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  9. Langzeitbelichtungen finde ich auch sehr spannend! Ich möchte eigentliche gerne zum Spaß mehr damit herumexperimentieren, aber irgendwie komme ich dann doch nur selten dazu. Hatte mir ja in Island eingebildet, dass die einsame Landschaft perfekt wäre. So mit Sternenhimmel etc… ich hatte nur etwas unterschätzt wie krass die Mitternachtssonne dann wirklich ist und dann es selbst im August (obwohl es da bei denen eigentlich schon Herbst wird) noch fast die ganze Nacht lang hell ist. Tja… Muss ich eben doch hier mal bei gutem Wetter losziehen.

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  10. Ich habe mit Langzeitbelichtung immer noch nicht angefangen, wollte ich schon immer, verschiebe das immer auf später. Nun wird es bald früher dunkel, da muss ich mal endlich mit meiner Kamera und Stativ los gehen … ich glaube ich bin zu faul 😀
    Deine Autobahn-Aufnahmen sind ganz toll geworden!

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  11. Also erstmal zur Technik: richtig geil und großen Respekt an dich. Bewundere echt die Schärfe und Klarheit. Irgendwie werden Langzeitbelichtungen bei mir manchmal unscharf. Werde mich aber bessern und üben.

    Was mir auch gefällt ist die Aufteilung der Bilder in der Serie. Zuerst die Bilder von den kühlen/technischen Objekten. Dann die schöne Entspannung für die Augen durch die Landschaftsbilder (das ist so wie Käse essen bei einer Weinprobe, um sich zu neutralisieren oder wie am Kaffee riechen bei einer Parfümprobe). Nachher dann noch mal die krassen Technikfotos. Cool!

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    1. Vielen Dank und wie schön was Du vor allem in der Aufteilung siehst… Witzigerweise war das völlig ungeplant 😉 Ich gebs zu, ich plan die Anordnung so gut wie nie wirklich durch 😉 Genauso wie die Texte… Ich denke ich brauch ca. 15 Minuten um einen Beitrag fertigzustellen.. Würd mich mal interessieren ob ich damit über oder unter dem Schnitt liege 😉

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  12. Sehr cool!! Die Bilder gefallen mir richtig gut. Ich hab das so noch nie ausprobiert, irgendwie hab ich das nicht recht raus, wie man das macht. Aber ich werde es üben. Die Bilder haben echt Move. Toll sind auch die Lichter, die wie Sterne funkeln 🙂
    Klasse Serie!!

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