Stöckchen oder One hundred papercranes 1/3


„Ein Blogstöckchen (kurz: Stöckchen) ist eine Aktion mit dem Ziel Blogs und Blogger besser miteinander zu vernetzen, und dabei ein bestimmtes Thema gemeinsam zu bearbeiten“

Ja, die Sache mit den Stöckchen… Ich blogge ja noch nicht allzu lang, hab aber inzwischen begriffen, dass sich (bezogen auf die Stöckchen) die große Bloggerwelt in 2 Lager aufteilt:

– einmal die, die mitmachen weil sie Spaß dran haben oder aber einfach Aufmerksamkeit für sich und ihren Blog suchen.

– und dann die, die nicht mitmachen weil sie entweder schon genug Leser haben oder aber ihren Blog als große „Künstlerplattform“ ansehen, auf der solche Stöckchen nichts, aber auch gar nichts zu suchen haben.

An dieser Stelle möchte ich kurz klarstellen: Ich verurteile keine der genannten Ansichten. Ich hab auch jede der Ansichten mit Sicherheit irgendwie verinnerlicht.

Das hält mich alles aber nicht im geringsten davon ab, meinen Blog immer mal wieder mit Blogvorstellungen zu füllen. Inzwischen gab es 3 ausführliche Beiträge dazu (Paleica, Jana Götze und Taytom). Ich mach das nicht einfach so und auch nicht um eine Gegenvorstellung zu erhaschen. Es geht mir einzig und allein darum, die Kunst und die Arbeit der „auserwählten“ zu würdigen. Auf meine Art und Weise.

Und das macht Spaß.  Denn es sind meine Stöckchen, die mir die Freiheit lassen wen und wie ich „besser vernetzte“…

Und was wäre dieser Beitrag wert wenn ich jetzt nicht einen weiteren, sehenswerten Blog vorstellen würde…

Es geht um die wunderbare Svenja und Ihren Blog „One hundred papercranes„!

Ich muss mich jetzt mäßigen um nicht ins kolossale Schwärmen zu kommen. Es fing damit an, dass ich mal wieder den bloglovin Reader „abarbeitete“. Und so kam ich vom einen Blog zum anderen bis ich irgendwann auf Svenja’s Blog landete.

Mein erster Eindruck war: WOW! Mein zweiter: OH, das ist sicher ein „hier-haben-Stöckchen(Blogvorstellungen)-nichts-verloren-Blog“. Ich kann nicht sagen warum, es war einfach so…

Umso mehr überrascht war ich dann als ich merkte das Svenja eine sehr sympathische, offene und herzensgute Bloggerin bzw. Person ist. Und eine ausgezeichnete Fotografin, denn darum geht es ja letztendlich auch 😉

„Obwohl ich eher introvertiert bin, bin ich eine treue Seele und helfe anderen gerne.“

Ich liebe Svenja’s Art der Menschenfotografie und merke wie schmerzlich ich es selbst vermisse mit menschlichen Motiven zu arbeiten. Seit mehr als einem Jahr hatte ich dazu keine Gelegenheit mehr. Aber ich bin dran und lange wird es nicht mehr dauern…

Auf jeden Fall sind Svenja’s Bilder in meinen Augen eine großartige Form der Kunst. So anders und so echt!

Und auch ihr hab ich einige Fragen gestellt:

1 Was fasziniert Dich am Motiv „Mensch“?

Eine gute Frage, ich versuche schon lange, sie für mich zu beantworten, aber glaube nicht, dass ich schon komplett dahinter gekommen bin. Für mich persönlich ist es durch Portraitfotografie am besten möglich, meine Emotionen auszudrücken und eine bestimmte Stimmung einzufangen. Das wollte mir bisher mit Stilleben noch nie so recht gelingen. Außerdem ist es jedes mal auf’s Neue eine Herausforderung, mit einem anderen Menschen zu interagieren, da man bei einem Shooting sehr intensiv auf den anderen eingehen muss. Dadurch habe ich schon die ein oder andere Freundschaft geschlossen oder Mädchen von einer ganz anderen Seite kennengelernt, als bisher gewohnt. Außerdem ist es natürlich ein unvergleichlich tolles Gefühl, von jemandem gesagt zu bekommen, dass er sich auf meinen Bildern gefällt und auch die ganze Familie von den Fotos beeindruckt ist. Ich freue mich, wenn andere zufrieden sind und sich durch die Fotos in einem anderen Licht sehen.

2 Woher holst Du Dir Deine Inspiration?

Am meisten inspirieren mich andere Fotografen, besonders die jenigen, die richtig etwas auf die Beine gestellt haben und regelmäßig neue Fotos veröffentlichen. Das spornt mich an und oft laufen in meinem Kopf ganz schnell Assoziationsketten ab, wenn ich ein tolles Foto sehe und bekomme dadurch meine Inspiration für ein neues Shooting. Deshalb habe ich auch einen Inspirations-Ordner angelegt, in den ich alles reinspeichere, was mich in irgend einer Weise bewegt hat und sehe ihn mir regelmäßig an, um neue Ideen zu bekommen. Außerdem höre ich viel Musik und laufe generell mit offenen Augen durch die Welt. Besonders, wenn das Licht irgendwie interessant aussieht (starker Nebel und diffuses Licht zum Beispiel, oder wunderschönes Gegenlicht), bin ich schnell unglaublich fasziniert und möchte sofort die Kamera auspacken.

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3 Wann hast Du zum ersten Mal einen Menschen vor der Kamera gehabt?

Wirklich bewusst war das Anfang 2012, als ich noch zur Schule gegangen bin. Ich habe einfach eine Bekannte gefragt, ob sie Lust hätte, mal als Versuchskaninchen herzuhalten und bin mit ihr raus in die Natur gefahren, um sie im Wald zu fotografieren. Ich hatte zwar keine Ahnung, was ich da mache, aber ein oder zwei tolle Fotos sind tatsächlich herausgekommen und ich bin froh, dass ich damals so unbedarft an die Sache herangegangen bin, ohne mir zu viele Gedanken zu machen. Inzwischen sind wir übrigens gut befreundet und freue mich, dass meine erste Erfahrung durch sie so positiv war.

4 Wie kommst Du an Deine Models?

Größtenteils sind es Bekannte, die ich noch aus der Schule kenne und die ich irgendwann wegen Fotos kontaktiert habe. Später haben mich dann auch andere Mädchen angeschrieben, allerdings auch noch aus dem erweiterten Bekanntenkreis. Mittlerweile bekomme ich ab und zu mal eine Nachricht auf Facebook von ganz Unbekannten Gesichtern, was ich sehr aufregend finde! Es gibt außerdem Fotografie-Gruppen, in denen sich Fotografen und Models zu Shootings verabreden können. In einigen davon bin ich Mitglied, bisher war ich aber zu schüchtern, jemanden anzuschreiben.

5 Was war Dein spannenstes Shooting und warum?

Besonders aufregend war es, als ich Carolin Sünderhauf fotografieren durfte. Sie hat im damaligen Jahr bei Germany’s next Topmodel teilgenommen und ist dort auch relativ weit gekommen. Ich kannte sie bereits aus der Uni, hatte aber keine Ahnung von dem Casting, als ich bei ihr wegen Fotos angefragt habe. Da bin ich natürlich aus allen Wolken gefallen und war unglaublich stolz, dass sie trotz ihrer Karriere (kann man in ihrem Fall wirklich so nennen, sie ist inzwischen sehr erfolgreich!) Lust hatte, sich von einem Amateur fotografieren zu lassen. Das war das erste und bisher auch einzige mal, dass ich ein Fotomodel fotografiert habe und die Fotos, die dabei herausgekommen sind, werden wahrscheinlich für immer unter meinen Favoriten bleiben.

6 In welcher Location würdest Du gerne mal shooten?
Oh, da gibt es sooo viel! Besonders reizen würde mich ein anatomisches oder naturhistorisches Museum mit ausgestellten Skeletten und ausgestopften Tieren (klingt gruselig, ich weiß ^^). Leider ist München da nicht allzu gut ausgestattet, aber ich könnte mir vorstellen, alleine deshalb mal nach Berlin zu reisen.

Was außerdem schon lange auf meiner Liste steht ist ein Güterbahnhof, ein Kinosaal, ein Jahrmarkt (am liebsten etwas in Richtung American Horror Story Freak Show) und natürlich ganz ausgefallene Dinge wie ein mit Wasser oder Sand gefüllter Raum, aber das könnte sich ein klein wenig schwierig gestalten!

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7 Standest Du selbst auch mal vor der Kamera?

Ja, ganz am Anfang, als ich gerade mit dem Fotografieren begonnen habe, hatte ich so viele Ideen, dass ich eine Freundin, die auch gerne fotografiert hat, gebeten habe, Fotos von mir und meiner damaligen Reitbeteiligung zu machen. Die Fotos gefallen mir zwar zum Teil ganz gut, aber trotzdem konnte ich ein gewisses Unbehagen bis jetzt nicht ablegen, weshalb ich seit dem höchstens mal das ein oder andere Selbstportrait gemacht habe. Ich bin sehr selbstkritisch und gefalle mir auf Fotos fast nie, weshalb ich mich hinter der Kamera immer noch am wohlsten fühle.

Vielen Dank Svenja, es war mir eine Freude!! Und genau deshalb wird es auch einen zweiten und dritten Teil geben… Fortsetzung folgt…

Die Rechte und das Eigentum an den gezeigten Fotos liegen ausschließlich bei der im Beitrag erwähnten Person (http://wolkenhase.blogspot.de/p/uber-mich.html)

9 Kommentare zu “Stöckchen oder One hundred papercranes 1/3”

  1. Vielen Dank für die Blogvorstellung. Gerade Blogs, die nicht im wordpress-Universum beheimatet sind, finde ich viel zu selten. Und den bloglovin-Reader kenne ich auch nicht (Software oder Webseite?), werde aber mal danach suchen. Gruß.

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  2. Toller Blog, der mit Sicherheit noch mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Freu mich immer über Empfehlungen anderer Blogs. Daher einen Daumen hoch für das „Blogstöckchen“.
    PS: Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ich noch keinen Beitrag zu deiner Nominierung verfasst habe. Das muss dringend nachgeholt werden – nach meinem Urlaub! 😉
    LG Katja

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  3. ich habs ja ansonsten nicht so mit people fotografie, aber diese werke sind wirklich wundervoll und acuh das interview ist sehr schön! das letzte foto – wow!

    dass es dieses zweigeteilte bloggerlager hinsichtlich der stöckchen gibt habe ich acuh schon bemerkt. ich finds fast schade, wenn man so kategorisch dagegen ist und das alles blöd findet, aber man sollte natürlich auch nicht auf den eigentlichen inhalt vergessen und nur mehr stöckchen posten. seinen weg dazu muss aber eh jeder selber finden. cih lass mich meistens gern bewerfen und freue mich, wo mitzumachen, zwecks spaß an der freude.

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