De sympathieke buur


Unser lieber Nachbar im Nordwesten wollte mal wieder besucht werden. Und das aus mehreren Gründen. Mr. Point Blank wohnt nämlich ganz zufällig auf dem Weg dorthin. Und HBO war so nett und hat zusätzlich Oberhausen als Heimat für deren aktuelle Game of Thrones Ausstellung auserkohren. Mehr Gründe braucht es nicht um ins Auto zu steigen…

Nach dem Besuch der Ausstellung und einem Abend wie im Rausch und voll genialer Geschichten verabschiedeten wir uns von unserem Gastgeber und Namensvetter und machten uns auf ins ca. 2h entfernte Utrecht. Nach kurzen Überlegungen fiel die Wahl auf Amsterdam als erstes Ausflugsziel. Eine der (Haupt)Städte die ich bislang noch nie erkunden konnte…

Nachdem uns der Herr an unserer Rezeption von einer Autofahrt ins Zentrum abgeraten hatte, wussten wir spätestens bei den Preisen für das Parkhaus warum wir besser auf ihn gehört hätten. 20 Euro also für ein paar Stunden Stadtbummel… Aber nach wenigen Metern war klar, diese 20 Euro hätten wir besser nicht anlegen können!!

Nachdem ich vor ein paar Jahren das erste mal kurz durch St. Pauli bummeln konnte, wollte ich auch das Rotlichtviertel in Amsterdam mal sehen. Nach dem anfänglichen Schock über die Freizügigkeit überwiegte schnell die Bewunderung über die Offenheit der Amsterdamer: Drogen und Frauen werden öffentlich und relativ leicht zugänglich angeboten. Und niemand stört sich wirklich daran (so zumindest der O-Ton der Berichte die ich im Internet finden konnte).

Wie immer wird es auch heute hier keine persönlich Meinung zum Thema Drogen und Prostitution in Amsterdam geben, die darf sich jeder selbst machen… Nach 13 Kilometern quer durch Amsterdam ging es dann zurück ins Hotel. Am letzten Tag sollte sich mal wieder die Chance ergeben, meinen absoluten Lieblingsort auf dieser Welt zu besuchen: das Meer! Und so nahmen wir auch die nächsten 80 Kilometer auf uns und zogen dorthin wo Ruhe eine neue Dimension bekommt…

Momente die man endlich mal voll genießen konnte. Ein idealer Ausklang des Jahres. Die Nordseestrände sind meine Definition von Meer: Geruch, Wetter, die Weite und und der Wind. Dazu das niederländische Essen in Form von frischem Fisch… Abgesehen von den Temperaturen ist das Meer im Winter für mich noch perfekter als es im Sommer sein kann.

Den Abend verbrachten wir mit Meerblick in einer der zahlreichen und gemütlichen Strandbars. Und irgendwie schien jedem der Besucher der Bar das Lächeln im Gesicht eingefrohren zu sein. Und das lag nicht an der Kälte… Selbst die Aussicht auf 650 Kilometer Heimfahrt konnte unsere Stimmung nicht schmälern. Doch irgendwann endet jedes Highlight und so verabschiedeten wir uns mit einem letzten sehnsüchtigen Blick auf die Nordsee…

Letztendlich verbrachten wir ne ganze Menge Zeit im Auto. Doch es gibt Dinge für die es sich lohnt zu investieren, egal ob Zeit, Benzin oder Geld. Nämlich dann wenn die Lieblingsserie eine Ausstellung zeigt, wenn der beste Blogger seine Türen öffnet, wenn man eine Stadt auf eigene Faust erkunden kann und vor allem dann, wenn man die Chance hat, das Meer zu sehen…

30 Kommentare zu „De sympathieke buur“

  1. Wow! Besser kann das Foto-Jahr gar nicht starten! Super tolle Bilder, egal ob die Streetfotos oder die Bilder am Meer – ganz ganz groß! Freut mich, dass ihr eine tolle Zeit hattet, ist ja wirklich ne ganz schöne Strecke! Amsterdam ist immer ne Reise wert, das gilt eigentlich für ganz Holland (und übrigens auch Belgien!). Danke, für das dadurch erzeugte Fernweh! 😉

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    1. Sehr gerne, jetzt weißt Du im Ansatz wie es mir mit Island ergangen ist 😉 Vielen Dank für Dein Lob, es war wirklich ein ereignisreicher Kurztrip. Ich bin auch seit Jahren begeistert von Holland, Belgien wär aber auch mal spannend…

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      1. Touché! 😅 Brügge, Gent, Brüssel und Antwerpen sind sehr zu empfehlen! Wenns nicht so weit wäre hätte ich gesagt wir machen mal nen Tagesausflug 🙂

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  2. tolle Aufnahmen und ja Amsterdam sollte man schon einmal gesehen haben. Ihr habt es mal zu einer ungewohnten Jahreszeit gemacht , warum nicht !!
    Der Zwischenstopp hat sicherlich auch viel Spaß’gemacht und somit macht es den Ausflug „rund“ !!! War ja selbst schon mal in Amsterdam aber so richtig daran erinnen kann ich mich nicht mehr. Ist schon ca. 25 Jahre her und da hat sich sicherlich auch viel getan. Fazit: Toller Ausflug mit tollen Fotos !!!!

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    1. Danke Dir! Ja, es war genial und ich denke auch das sich das ein oder andere verändert hat, aber sehenswert war Amsterdam sicherlich damals schon… Und bei der Kälte hat man wenigstens nen Grund in ne Kneipe reinzusitzen, und davon gibts genug 😉

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  3. Aaaaah, endlich, da ist es: das Meer! 😉 Deine Strandbilder sind der Hammer, so hell und licht und leer und still und minimalistisch, das liebe ich!! Toll. Und es tut gut, das Meer, das tut es, stimmts? 😉 Dafür kann man durchaus Aufwand auf sich nehmen …
    Amsterdam habe ich auch als tolle Stadt in Erinnerung, aber mein Besuch ist auch echt lange her. Sollte ich mal wiederholen. Die Freizügigkeit/Lässigkeit in gewissen Dingen ist, glaube ich, recht einzigartig in Europa, wobei ich mich immer noch frage, ob da inzwischen eigentlich der Fairness halber auch Männer in Schaufenstern angeboten werden …
    Reisen …. eine wunderbare Sache!! Danke fürs Teilen!!!

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    1. „…ob da inzwischen eigentlich der Fairness halber auch Männer in Schaufenstern angeboten werden …“
      Ja bitte…
      Da reden wir hier von Gender und Gleichberechtigung und sind auch nicht im Ansatz auf der Ziellinie…

      ;-)))

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    2. Jaaaa, ich habs geschaft, nach soooo langer Zeit! Und ich hab es echt genossen… Einzigartig. Und wunderschön! Und ich hab mich jetzt auch entschieden das die Bergwelt doch hinten anstehen muss im direkten Vergleich 😉 Und das mit den Männern, hab ich nicht gesehen, wär aber tatsächlich ein Versuch wert… Ich schreib mal schnell dem Amsterdamer Bürgermeister ne Email 😉 Danke Dir für Deine Worte!!

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  4. manchmal denke ich mir, man sollte sich weniger gedanken machen und dafür öfter ins auto setzen. was für WUNDERBARE bilder, wie schön, mal wieder sowas von dir zu sehen. und amsterdam, hach hach, ja, das habe ich ja ende oktober auch endlich etwas ausführlicher erkundet. liebe für die high key bilder, aber auch für alles andere.

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    1. Vielen Dank!! Ich hab auch echt mal wieder Spaß daran gehabt, einen Städtetrip zu fotografieren. Und dann noch das Meer. Es gibt halt doch auch noch andere motive als den menschen, und auch die machen ganz viel Freude 😉 Aber wem sag ich das 😉

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  5. Es ist schon nervig, wenn man für ein Ziel seiner Wünsche und Träume so viele Kilometer schrubben muss, aber es lohnt sich immer, wie ich finde. Ich fühle mich nach so einem Tripp immer sehr erfüllt von den zahlreichen Bildern, die ich dann nicht nur mit der Kamera zurück transportiere, sondern in Kopf und Herz gespeichert habe. Ein Perspektivwechsel tut Seele und Körper gleichermaßen gut…;-). Amsterdam hat mir persönlich sehr gefallen…und das Meer liebe ich sowieso. 20 Euro Parkgebühren sind schon heftig, aber bei den Preisen der Öffentlichen Verkehrsmittel kommt man in manchen Städten dann durchaus auf ähnliche Summen, wenn man nicht allein unterwegs ist….Liebe Grüße.

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    1. Irgendwie hab ich es gar nicht als nervig gesehen… Mit dem ziel vor Augen geht das ganz gut und zu zweit wirds einem auch im Auto nie langweilig 😉 Danke fürs anschauen!!

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  6. Amsterdam und das Meer, was für ein genialer Start ins neue Jahr. Um diese kalte Jahreszeit ist die Niederlande sehr interessant. Ich war bis jetzt noch nicht im Winter dort. Amsterdam habe ich schon zwei mal besucht und jederzeit würde ich wieder hin, so vielseitig ist die Stadt und die Umgebung. Tolle Fotos
    LG Andrea

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    1. Vielen Dank Andrea. Ich mag diese Jahreszeit in Holland auch sehr, waren mal vor ein paar Jahren über Silvester auf ner Insel. Entscheidend ist was man daraus macht 😉 Und regnen sollte es nicht 😉

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  7. Dem Herrn sei Dank das unsere kleine Stadt hier tief im Westen mitten auf dem Pfad des Kuhnografen lag. Echt ein bezauberndes Treffen. Habt Dank… …und hey, es ist zwar nicht der beste Blogger, aber diese Tür steht dir/euch immer offen. 🙂

    Was für ein herrliches Jahresende in wunderbaren Bildern. Ob du willst oder nicht, ich bin irgendwie mit dabei… …so greifbar wie du deine Geschichte in Wort und Bild erzählst. Bewußtes Genießen, verträumte Verklärtheit, die Seele baumeln lassen und noch viel mehr. Bro, alles ist drin in diesen Bildern. Danke für diese schöne Reise.

    Ey, die rockst echt! Barfuß im Winter im Meer! Göttlich! Wow! Das ist erfüllte Sehnsucht! – Eine Marley-MadMax-Hooka… ..krass – …und einfach ganz viel Gefühl.

    Bleib so!!! Hörst du! Träume, fühle, lebe, geniesse… …und mach bitte weiter einfach nur so geile Geschichten und Fotos.

    Alles geschieht aus einem Grund. 🙂

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    1. Du wieder 😉 Es war wirklich ein intensives Wochenende mit allem was dazu gehört. Und hey, wenn ich mal am Meer bin, dann geh ich auch rein 😉 War allerdings wirklich Ar***kalt!!! Aber die warmen Schuhe und das kalte Bier warteten, was ne Aussicht!! Und pass auf was Du sagst, wenn das jedes Mal so legendär wird, dann rennen wir Dir bald wöchentlich die Tür ein 😉

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  8. Ja, das Meer! Hab ich auch besucht zum Jahresausklang. Aber das andere. Die Ostsee. Und weißt Du, warum das Meer im Winter besser ist? Weil man es fast für sich hat und es viel rauher ist. Nun sieht die Nordsee auf Deinen Fotos tatsächlich nicht sonderlich stürmisch aus, aber trotzdem ist das Meer um diese Jahreszeit rauh. Und egal, wie laut die Wellen tosen, am Meer kommt für mich alles zur Ruhe und mir wird nie langweilig den Wellen zuzusehen.

    Okay, genug Loblied auf‘s Wasser. 😉 Deine Fotos sind auch wahnsinnig toll und gelungen. Rotlichtmilieu ist immer eigen und Amsterdam bestimmt einen Besuch wert.

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    1. Ich denke auch das es mit daran liegt, dass es nicht so traditionell nach Meer aussieht, mit Sonnenschirmen, Liegen und Menschen ohne Ende. Im Winter sieht man das Meer halt so wie es ist. Unverfälscht… Das ist einfach eher mein Ding… Und baden kann man ja auch im Winter, wenn auch nur für 1-2 Sekunden und nur mit den Zehen ;-)) Danke Dir für Deine Worte!!

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