6 auf einen Streich


Lupo, Merlin, Olaf, Monte, Fuchur und Joschi. 6 tierische Kunden die sich in einem Zeitraum von 3 Stunden von ihrer besten Seite präsentieren sollen. Als Aylin mich nach unserem letzten Shooting fragte, ob ich mir vorstellen könnte einen solchen Marathon durchzuziehen, habe ich keine Sekunde gezögert. Denn auch wenn Hunde bislang überhaupt nicht zu meinen Bezugspersonen innerhalb (und eigentlich auch außerhalb) der Fotografie zählten, so muss man doch immer wieder offen sein für neue und spontane Sichtweisen…

Und so betrat ich die Manege gemeinsam mit ganz unterschiedlichen Hauptfiguren und deren erwartungsvollen Frauchen bzw. Herrchen. Zu Beginn unterschied ich einfach nur zwischen gut trainierten, wohl erzogenen Hunden und solchen, die noch am Anfang ihrer Ausbildung stehen. Doch spätestens nach dem dritten Hund war klar, dass jedes dieser Lebewesen genau wie wir Menschen (s)einen ganz eigenen Charakter hat und total individuell behandelt werden muss.

Es gab die einen die einfach wild umher sprangen, die anderen, die selbst auf Zuruf ganz entspannt und Fotografen-freundlich „angewackelt“ kamen anstatt im Vollsprint an mir vorbeizurennen ohne mir auch nur die geringste Chance auf ein scharfes Foto zu lassen. Es gab die, denen Nähe nichts ausmachte und die anderen die sich auch von einem matschigen Kürbisfeld nicht abschrecken ließen. Es gab die Springer und die, die sich erst beim zweiten „Platz“ wirklich auf den Boden legten.

Doch so ist es letztendlich auch bei der Menschen-Fotografie. Auch dort gibt es Personen die mehr als eine Anweisung brauchen, die Ungeduldigen, die Überforderten, die Naturtalente und die Poser. Und nach 3 Stunden war dann auch klar, dass Tiere und Menschen vor der Kamera gleich viel Aufmerksamkeit, Gespür und Geduld benötigen. Auch wenn die Tatsache, dass sich all die Tiere in einer Ausbildung befinden oder befanden, die Sache wirklich ungemein leichter machten.

Im Endeffekt waren es 6 kleine Familienshootings mit unterschiedlichen Charakteren und Herangehensweisen. Dank der immer professionellen Anleitung von Aylin und den Kompetenzen der Frauchen und Herrchen habe ich mich zu keiner Zeit überfordert oder unwohl gefühlt. Und so kann ich inzwischen auf über 10 Hundeshootings in kürzester Zeit zurückblicken von denen keines als anstrengend oder unangenehm im Gedächtnis bleiben wird. Im Gegenteil…

Schön dass es Menschen wie Aylin und all die anderen Hundebesitzerinnen und Besitzer gibt, die sich mit so viel Leidenschaft um ihre Tiere kümmern. Sie werden als vollwertige Familienmitglieder angesehen und auch so behandelt. Für mich als Fotografen macht es also zukünftig kaum noch einen Unterscheid wer denn vor meiner Kamera steht. Und auch die Angst und der Umgang mit Hunden wurde mir in diesen Stunden genommen. Und so hat eine Erfahrung innerhalb der Fotografie sich mal wieder auf mein ganz eigenes Leben übertragen. Ich danke Euch allen für die tolle Möglichkeit, Zeit mit Euch und Euren Hunden verbringen zu dürfen.

Und ein spezieller Dank geht an Aylin, für ihre Begeisterung und Leidenschaft, nicht nur für die Hunde, sondern auch für die Fotografie…!

2 Kommentare zu „6 auf einen Streich“

  1. Mal ganz andere Porträts, aber gewohnt ausdrucksstark. Als Betrachter der Fotos bin ich direkt „drin“. Die Idee, auf dem Kürbisfeld zu shooten, gefällt mir sehr – sehr stimmungsvoll! Und Tierfotografie ist so gar nicht einfach…

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