Spiegellichter


Der Eibsee. Ein See der mir in letzter Zeit immer mal wieder auf tollen Fotos in den sozialen Medien aufgefallen ist. Allein deshalb muss das also schon ein sehr fotogener See sein… Und als ich vor kurzem auf einer Hochzeit im Allgäu fotografieren durfte, nutzte ich die Gelegenheit und fuhr weiter Richtung Zugspitze. Immer die romantische Idee im Kopf, den See mit all seinen Vorzügen abzulichten und zu umlaufen. Wenn da nur nicht dieser Ferienbeginn in halb Europa gewesen wäre…

Im Radio war gegen 16h noch die Rede von „einer Viertelstunde Zeitverlust“… Also ab durch den Grenztunnel bei Füssen und mitten rein in die Blechlawine, die sich von nun an den Fernpass hinaufwälzte… Plötzlich wurde aus einer „Viertelstunde Zeitverlust“ die allseits beliebte „Blockabfertigung“. Das Navi rotierte von 16:30 auf 18:30 und noch später. Mein schöner Plan war also zunichte…

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Egal, ich kämpfte mich durch, hielt mich an dem Gedanken fest, dass es ja lange hell ist und der See schon nicht allzu schnell im Schatten verschwinden würde… Ich habs dann geschafft, irgendwann. Ich nahm den zweistündigen Rundweg um den See im Uhrzeigersinn obwohl unter Insidern anscheinend eher der Weg gegen den Uhrzeigersinn empfohlen wird. Doch den Einstieg hab ich in der Eile nicht gefunden und so ließ ich mich von den (noch vorhandenen) Menschenmassen einfach treiben.

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Die ersten Spiegelungen tauchten auf. Erste „Hotspots“ für Fotografen. Die Touristenströme wurden weniger je weiter ich mich vom pompösen Eibsee-Hotel entfernte. Aber die Sicht auf die Inseln war versperrt. Überall Wald. Und die Sonne ließ sich nicht wirklich Zeit beim unter gehen…

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Doch nach der ersten Hälfte der Umrundung wurde alles schlagartig besser und ich wurde für all den Stau und die Hektik doch noch belohnt. Das Licht fiel ganz wunderbar auf den See, schön seitlich, schön intensiv und endlich kam auch mein (sonst so ungeliebtes) Zoomobjektiv wieder mal zum Einsatz. Das war dann auch der Grund für die Bildgestaltung und die Farben auf den Fotos. Ich war hin und weg…

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Und auch die Panorama-Funktion meines Smartphones hat für mich immer noch eine GANZ KLARE Daseinsberechtigung…

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Es war einsam. Bis auf 2 junge Mädels die mir gefühlt 10 mal über den Weg liefen war kaum noch ein Mensch zu sehen. Die Sonne spielte mit den Inseln und es wurde ruhig am See. Immer mal wieder gab es Möglichkeiten direkt ans Ufer hinunter zu gelangen. Das letzte bisschen Rest der Speicherkarten wurde gefüllt. Und so ging mein Plan doch noch auf…

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Ich brauchte knapp 3 Stunden für die Umrundung und konnte die fotogene Seite ganz zum Schluss im Abendlicht genießen. Ganz allein. Da konnte mich auch der Objektivdeckel, der ins Wasser fiel nicht erschüttern. Geschafft von diesem Tag aber glücklich gings zurück ans Auto. Das ich auf der Rückfahrt noch mit einer Vollsperrung auf der Autobahn konfrontiert wurde, lass ich an dieser Stelle einfach mal weg….

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Dieser See ist wundervoll. Es lohnt sich. Egal wie beschwerlich die An- und Abreise auch sein mag….

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40 Kommentare zu „Spiegellichter“

  1. Ein Beitrag der mal wieder voll meinen Geschmack betrifft. Herrlich dieser See ! kenne ihn leider auch nur von Büchern und „hören und sagen“. Was ich nicht wußte das der so groß ist, habe ihn mir viel kleiner vorgestellt. Die Bilder sind dir sehr gelungen und es ist immer gut wenn man diese Touristenhighlights abends besuchen kann. Dann wimmelt es nicht so von Touris! Favoriten ? weiß es nicht aber mir sind die Panoramafotos sofort aufgefallen , vielleicht auch wegen dem tollen Bergpanorama im Hintergrund. Auch super finde ich das Foto mit dem Boot ! Erinnert mich ein bischen an mein Foto mit dem „Angler“ am Weissensee !!!

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    1. na das freut mich aber wenn ich da Deinen geschmak mal wieder voll getroffen hab 😉 Der See ist super und ich würde zu gerne nochmal hin um zu baden… Überlegs Dir, ich kann kaum erwarten 😉 Und was den Angler angeht, hast Recht, aber das liegt halt auch an den wunderbar kitschigen Seen in der Gegend!! 😉

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  2. Tolle Beschreibung. Ich war schon am Eibsee, habe ihn aber nich umrundet. Offensichtlich habe ich was verpasst. Aber Dein Post ist mal wieder die klare Bestätigung, dass sich Durchhaltevermögen fotografisch oft noch auszahlt. Und auch, dass man sich manchmal einfach von seinen Instinkten treiben lassen sollte. Die Bilder sprechen für sich! Und das mit der Panoramafunktion der Smartphone Kamera kann ich nur bestätigen. Die Zeit, wo ich in Photoshop mühevoll etliche Bilder „gestiched“ habe sind lange vorbei. Der Schwenk mit dem iPhone produziert erstaunlich wirkungsvolle Bilder in guter Qualität, vor allem in Landschaften.

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    1. Ich danke Dir für Deine netten Worte. Ich bin auch sehr froh, dass ich mich letztendlich doch durch den Stau gekämpft habe… Ich wurde entschädigt! Und auch was die Iphone Funktion angeht… Ich hab jahrelang keine Panos gemacht weil ich die Bearbeitung in PS oder LR soooo ätzend finde… Danke an die Entwickler dieser kinderleichten Funktion 😉

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  3. an- und abreise hören scih ja nicht gerade sehr prickelnd an, aber der eibsee kreuzt meinen weg momentan auhc ziemlich oft. superschöne bilder, besonders mag ich natürlich die flauschewölkchenpanoramen aber auch die lowkey-inseln.

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  4. Einfach wundervoll, magisch und zauberhaft, die Bilder in dieser dunklen Stimmung zu halten war eine tolle Idee. Früher sind wir oft daran vorbei gefahren, aber leider nie dort gewandert. Jetzt bekomme ich grade große Sehnsucht nach den Bergen……

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  5. Das sieht ja wundervoll aus und klingt auch wie ein sehr spannendes ‚reiseziel‘ – sollte ich irgendwann mal in der Gegend sein, werde ich mir das definitiv anschauen…
    Wundervolle Bilder übrigens.

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  6. Schön, ich erfreue mich an schönen Landschaftsaufnahmen und kenne das, wenn man zu einem Punkt möchte und nicht weiterkommt, da kommt meine Ungeduld so richtig raus 😉 Die Panoramabilder mit Bergen sind richtig schön, ich mag Bild 184 sehr gerne, es hat was mystisches und ich denke dabei an dunkle Märchen.

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    1. Danke Bee! Landschaftsaufnahmen finden viel einfacher Zustimmung und positive Meinungen… Sie lassen nicht soviel Spielraum zu sondern werden als gegeben hingenommen. Und dieser See macht es dem Betrachter ja fast schon zu einfach… Man muss ihn lieben, egal ob mit dem Handy oder der Profikamera aufgenommen ;-))

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  7. W undervoll
    O hne
    W orte

    Landschaftsbilder mag ich sehr. Diese hier sind so besonders. Magisch. Ein wenig düster. Geheimnisvoll. Ein Ort, der einfach Sein lässt. Da muss ich auch mal hin, unbedingt, bald. Ich mag das dunkle Erscheinen, und doch fühlt man so viel Licht und Glück. Auch vor Ort? Dieser Platz lädt zum Verweilen ein. Ich kann die Ruhe und das freudige Empfinden riechen und spüren, allein durch das Betrachten deiner Bilder. Das Titelbild wird geherzt. ❤️❤️ Einmal mehr wie die Anderen, aber toll sind sie alle. ❤️ Einfach WOW!

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  8. Entschuldige, aber ein Hoch auf den Stau. Gerade der späte Moment hat diese wunderbaren Fotos hervorgebracht. Vor allem in die 184 könnte ich mich „reinlegen“! Das Licht, intensiv, von der Seite, der Rest schon dunkel. Und generell das ein bisschen duster statt knallblau und Sonnenstich. Du haust ja eigentlich immer großartige Bilderreihen heraus, aber diese hat es mir wieder mal besonders angetan.

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  9. Wahnsinnig tolle Bilder, richtige Desktop Wallpaper, hehe! Man kann die Einsamkeit dieses wirklich schönen Ortes geradezu durch deine Fotos fühlen. Hoffe das hat dir bei dem vermutlichen Trubel der vielen Shootings eine wohltuende Miniauszeit gebracht, denn danach sieht es aus 🙂

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    1. Danke Dir Jim! Die Auszeit kommt jetzt langsam aber sicher… Ein bisschen noch (oder 4 Shootings) und dann wirds bissl ruhiger. Aber pläne gibts genug 😉 Trotz allem war das tatsächlich seit langem mal wieder ganz viel Ruhe dort am See… Sehr wohltuend 😉

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  10. Wow, wunder-wunder-wunderschöne Bilder! 😍 schön dass du’s noch rechtzeitig zu dem tollen See geschafft hast! Freut mich sehr zu lesen, dass du die Zeit dort so wunderbar genießen konntest. 😃 vielleicht klappts ja in deinem Urlaub mal mit staufreien-Badetagen. Würds dir wünschen. 😊
    Die Spiegelungen haben mich übrigens schmunzelnd an ein paar Spiegelungen im Wasser, von vor ca einem Jahr erinnert. Die dann auch in deinem Projekt vorkamen.😉

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    1. und nochmal, vielen Dank! Leider waren die 3h trotzdem sehr kurz und die Jagd nach dem Licht war trotzdem irgendwie anstrengend. Aber so ist das halt. Die völlige Entspannung gibts wirklich nur dann, wenn die Kamera ausser Reichweite ist… Aber so läuft das halt 😉 Kennst Du ja sicher auch… Und ja, Spiegelungen waren auch vor einem Jahr schon sehr aktuell und sehr wirkungs- und bedeutungsvoll…

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  11. Wunderschöne Bilder!
    Deine Erfahrung erinnert mich an den Ausflug zum Nußhardt: lange Anfahrt, ewiger Aufstieg und falsches Schuhwerk. Aber die paar genialen Bilder die man dafür macht entschädigen das dann 😊

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