Kunstsachen


Ich bin mir gar nicht ganz sicher, ob der Blogger ansich bereits für Kunst steht. Und das, obwohl immer wieder betont wird, wie unterschiedlich Kunst interpretiert werden darf soll. Ein weiterer Beweis war ein Besuch im Stuttgarter Kunstmuseum. Denn wo sonst kann es „echte“ Kunst geben wenn nicht dort…

Wenn man sich mal so einen freien Tag, an dem man etwas unternimmt, anschaut und sich dann die Frage stellt, wo einem überall Kunst begegnet, kann man unter Umständen eine Menge Dinge aufzählen. Die griechisch-orthodoxe Kirche mit ihrer beeindruckenden Außenfassade auf dem Weg zum Museum, das Frühstück in einem Künstler-Cafe, der Saxophon-Spieler der im Regen stand und Frank Sinatra Songs spielte oder eben die Ausstellung im Kunstmuseum.  Das alles kann einem in 4 Stunden begegnen…

Wird ein fotografierter Gang in einem Museum erst dann zur Kunst, wenn man ihn von Hoch- in Querformat ändert und die Weißtöne erhöht? Oder ist jeder Gang in jedem Museum automatisch Kunst? Oder vielleicht sogar jedes Foto ansich? Ich bin mir da nicht sicher…

Vielleicht muss man sich eine ganz andere Frage stellen. Wie genau kommen manche Kunstwerke in ein Museum während andere (in meinen Augen hochwertigere) auf Festplatten, in Köpfen, Kelllerräumen oder Garagen in Vergessenheit geraten…? Die 3 Bilder weiter oben sind für mich solche Beispiele. Wahrscheinlich gibt es aber auch dazu wieder nur eine echte Antwort:

Kunst liegt im Auge des Betrachters…

Fragt man wikipedia nach Kunst, bekommt man tatsächlich auch ein paar hilfreiche Antworten:

„… Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist…“

„… Kunst ist ein menschliches Kultur­produkt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses…“

Wenn man sich die Besucher in einem Kunstmuseum mal genauer anschaut, kann man ebenfalls interessante Dinge beobachten. Es gibt die U18 Fraktion die von ihren Eltern „mitgeschleift“ werden. Es gibt (gerade in Stuttgart) die Hipster-Fraktion die es sich beim nächsten Brunch in einem Stuttgarter Szene-Lokal nicht nehmen lässt, den „total aufregenden Museumsbesuch“ auch kundzutun. Es gibt die Ü50 Franktion die offensichtlich in jedem Strich einen Sinn entdecken kann. Und die Paar-mit-Kleinkind Fraktion, die die Gelegenheit nutzt, das Kind im Wagen einschlafen zu lassen und dabei selbst auch bei schlechtem Wetter trocken zu bleiben.

Irgendwo dazwischen bin auch ich zu finden. Der „Trottel mit dem Fotoapperat der eigentlich keine Ahnung von Kunstmuseen hat“.

Ich habe dazu ein paar Statistiken im www gefunden. Es gibt in Deutschland immerhin knapp 500 reine Kunstmuseen. Diese werden vermehrt von Frauen besucht. Zusätzlich ist dort auch am ehesten die Ü50 Fraktion anzutreffen. Mit knapp 80% hat der Großteil der Museumsbesucher übrigens Abitur und nur 30% gehen ohne Begleitung in diese Austellungen. (Quelle: http://www.axelkopp.com/2010/06/der-museumsmensch/)

Am Ende gibt es für all die Fragen keine eindeutige Antwort. Ich persönlich fand die Kirche schön anzusehen, den Saxophon-Spieler schön anzuhören, das Frühstück war sehr lecker und ich wurde für 11 Euro nicht nass, hab mich amüsiert und konnte immerhin 10 Fotos für diesen Beitrag machen. Ich mag Kunst…

…und einfach weil es mich sehr freut und auch in dem Fall die Kunst wieder Ansichtssache ist, mein Blog wurde zum „Blog des Monats“ auf premium-blog.com ausgezeichnet 😉 Also wer ein bisschen was über meine Zeit als Blogger erfahren möchte, hier der Link:

https://premium-blog.com/2017/blog-des-monats-mai-2017-kuhnograph-de/

65 Kommentare zu “Kunstsachen”

  1. Zunächst mal herzlichen Glückwunsch zum „Blog des Monats“ ! ist wirklich eine großartige Leistung !
    Was die Kunst betrifft muss ich mich raushalten denn ich habe überhaupt nichts damit „am Hut“ aber das weißt da ja ! Museen sind für mich ein „Greul“ bis auf wenige Ausnahmen !

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    1. Vielen Dank! Hab mich auch sehr darüber gefreut und bin sogar ein bisschen stolz 😉 Ich glaube rein von der Definition ist Dein Blog genauso Kunst wie ein Gemälde in einem Museum… Es ist halt Deine Art der Kunst. So wie wikipedia schreibt, „… im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist“

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  2. Ich mag Deine Ansichten und Fotos auch im heutigen Beitrag wieder sehr! Und frage mich, genau wie Du: Was macht Kunst zu Kunst und wer schafft es warum, in Museen zu hängen, einfach nur irgendwo im kleinen ausstellen zu dürfen bzw. Millionen für seine „Kunst“ zu erzielen? Genau wie im Gesang. Wer da seinen Rachen alles so aufreißt und damit verdammt viel Geld bekommt, wobei die Mäusestimme durch Computerbearbeitung ne wahre Wucht geworden ist … man könnte da stundenlang … Du weißt schon!

    P.S.: Das mit den Zahlen NONE … kann ich Dir auch auf meinem PC zeigen. Hab ich hier andauernd … 😉 YES! KUNST MADE BEI ANTJE!!!

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    1. Dank Dir Antje! Da sprichst Du ein heikles Thema an 😉 Die Bearbeitung einer Stimme oder eines Fotos am PC wird ja auch immer mal wieder kontrovers diskutiert… Ist das noch Kunst? Aber auch da seh ich es entspannt, Kunst ist und bleibt frei in der Entstehung und Interptretation!! 😉

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  3. Ich finde es ja generell manchmal etwas schwierig wie über Kunst diskutiert wird. Gerade in den Schulen und an Unis… die „offizielle“ Meinung zu Kunst nervt mich manchmal etwas bzw. verstehe ich auch vieles dann nicht. 😉
    Ich denke unter Kunst versteht wirklich jeder etwas anderes.

    Dabei fällt mir ein, dass ich schon lange nicht mehr in einem Museum war…

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  4. Herzlichen Glückwunsch zum ‚Blog des Monats‘! Ich finde, das hast Du Dir verdient!

    Oje, die ‚was-ist-Kunst‘-Debatte ist ja für mich so etwas wie ein Geysir. Sie taucht in bestimmten Rhythmen immer wieder auf und endet immer auf dieselbe Art – offen. Neben all den offiziellen Definitionen und den Beimischungen der Kunstschaffenden, Institutionen und so weiter, habe ich da übrigens meine ganz eigene, ganz private, die auch gar keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat. Ich habe mich nämlich häufig gefragt, was mich dazu gebracht hat, Kunstgeschichte zu studieren. Für mich ist Kunst so etwas wie ein Konservator. In die Kunst fließt alles ein, was Leben zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort für einen bestimmten Menschen oder eine Gruppe von Menschen ausmacht. Für mich ist Kunst ‚die Psychologie der Vergangenheit‘. Da steckt eine Aussage drin, die wir gar nicht steuern können. Und so werden wohl irgendwann einmal Menschen über das, was von uns als Kunst übrig geblieben ist, verstehen, wie wir ticken, was uns wichtig ist, welchen Werten wir folgen, was unser Leben ausmacht. Man kann alleine an der Tatsache, dass in der Tafelmalerei irgendwann der Goldgrund abgelöst und durch Landschaft ersetzt wurde eine der spannendsten gesellschaftlichen Umbrüche unserer Geschichte ablesen. Aber Kunst kann grundsätzlich alles sein, denn alles, was wir erschaffen trägt unsere Handschrift, unsere bewusste -und unbewusste – Aussage.
    Ach, das ist ein längerer Text geworden, aber da konnte ich nicht widerstehen 😉

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    1. Vielen lieben Dank für Deine Zeit und Deine Mühe die Du in die Antwort gesteckt hast. Das ehrt mich! Es ist ja schließlich so, dass wir alle eine Art von Kunst praktizieren. Und somit hat auch jede(r) was dazu zu sagen…. Auch wenn ich in meinem Text keinen endgültigen Abschluß zu dem Thema gefunden habe, sondern eher Gedankenfetzen aufgeschrieben hab, find ich es extrem spannend, wie andere Menschen Kunst sehen… Du bringst es mit Deinen Worten ziemlich perfekt auf den Punkt, man merkt das Du Dich damit nicht zum ersten mal beschäftigt hast 😉 Vielen Dank!

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  5. Toll, Markus, das freut mich, dass du zum Blog des Monats gekürt wurdest, ich kenne die Plattform gar nicht, schaue ich mir nachher mal genauer an.

    In Museen bin ich quasi groß geworden und kenne alle, die von dir beschriebenen Besucher, ganz besonders liebe ich die, die alles interpretieren können :/ Die echten Kenner sagen nichts, sondern gucken nur und denken sich etwas. Die Gruppe der gebildeten Damen über 50, die gab es auch immer schon, quasi eine Zurschaustellung der eigenen Bildung und des sozialen Statuses. Unterm Strich gehe ich sehr gerne ins Museum, wegen der Kunst, wobei ich gerne abstrakte Kunst mag, ich bin durch das K20 in Düsseldorf sehr geprägt. Klar fragt man sich bei manchen Exponaten: WTF. Aber ich bin da tolerant 🙂

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    1. Vielen Dank liebe Bee, hab mich sehr über Deine Rückmeldung gefreut! Ich denke auch das die Toleranz mit das wichtigste ist. Im Leben und in der Kunst. Nur so gehts voran und nur so können wir uns entfalten, in jeder Hinsicht… Abstrakt mag ich auch sehr, aber hauptsächlich deshalb, weil es tolle Fotomotive geben kann 😉 Und das kann man schon auch als Begründung für einen Besuch im Museum gelten lassen 😉

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  6. Gratulation! 😉
    Ach ja, die liebe Kunst, darüber lässt sich warscheinlich unendlich streiten, wie das von was und warum zu trennen oder nicht sei …. müßig, meiner Meinung nach.
    Ich bin ja generell eher neugierig und lasse mich auch gern irritieren, aber wenn mich Dinge nicht in irgendeiner Form berühren, bewegen, aufregen, nerven, irritieren oder sonstwas, dann geh ich eben weiter, ob Kunst oder nicht Kunst. Kunst ist für mich sehr viel mehr als das, was irgendwo ausgezechnet wird.
    Mir gefallen deine Bilder und ich finde es total spannend, zB deinen Beitrag zu einem Museumsbesuch im Vergleich zu Markus‘ (Pointblank) Beitrag zu sehen. So unterschiedlich, WIE ihr fotografiert und WAS eure Aussagen, Schwerpunkte etc. sind.
    Toll finde ich deine dunklen Bilder, auf denen ein Spot auf den Bildern an der Wand liegt. Und die Überbelichtungen …..
    Toll!

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    1. Vielen Dank Andrea! Du hast absolut Recht, vor allem passt das zur Eingangsfrage, sind alle Blogger gleich Künstler? Was unterscheide meine Kunst von der von meinem Namensvetter? Im Endeffekt gar nichts. Wir tun es weil wir Spaß daran haben und es ist und bleibt spannend/interessant weil wir unsere umgebung unterschiedlich wahrnehmen. Und wenn die Betrachter damit anfangen, das Kunstverständnis des Gegenüber zu akzeptieren läuft das ganze doch eigentlich 😉 Ein spannendes Thema!!

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      1. Eure Kunst unterscheidet sich inhaltlich, weil ihr zwei verschiedene Marküsse (Stimmt die Mehrzahl hier wohl???? 😀 ) seid und jeweils einen eigenen Blick in und auf die Welt habt und eine jeweils eigene Art, diesen zu verarbeiten. Großer Unterschied, auch wenn er sich mit grob gesehen ähnlicher Technik ausdrückt.
        Hach, kompliziert. 😉 Ich gebe zu, es ist mir gerade zu warm für soviel Hirnschmalz.
        Und ja, eigentlich ist doch alles ganz einfach! Und vielfältig und somit interessant. Spannend. Und vom Prinzip her doch auch egal, ob man sich Künstler nennt oder Hinz oder Kunz …
        Ok ich geb auf, kurzum: ich bin jedenfalls Fan von jedem eurer seiner Arbeit/Kunst! 😉
        Sonnigen Tag noch … 🙂

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      2. 😉 Kein Stress, ich bin mir ganz sicher das ich genau weiß, was Du meinst… Marküsse find ich übrigens genial, wär ne Idee für den Namen eines gemeinsamen Blogs ;-)) Muss ich ihm mal vorschlagen!! Und ich selbst würde mich gar nicht Künstler nennen, mir reicht ein einfaches Fotograf/Knipser 😉 Wobei ich den Begriff „Bildermacher“ auch sehr schön finde… Schönes Wochenende Dir!!

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    1. Dankeschön!! Der Titel des Buchs klingt auf jeden Fall mal vielversprechend 😉 Und ich Glaube die EINE Antwort auf die Frage hat sowieso keiner… Vergleiche doch mal unsere Ansichten von „Kunst“ bzw. das was wir auf dem Blog zeigen… Völlig unterschiedlich (wobei wir diesen Begriff beim jeweils anderen halt auch anerkennen). Das ist vielleicht die Kunst daran, Kunst in seiner Vielfalt zu akzeptieren 😉

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  7. jaja die Kunst….Das Fach hatte ich zu Schulzeiten gehasst. Schlechte Noten dafür, dass ich kein Talent zum Malen habe. Danke dafür… -.-“

    Irgendwann war ich mal in einer Kunstausstellung…was hat sich eingebrannt:
    – Bilder an der Wand, hab ich zu Hause schönere
    – Menschen die Dinge mehr Dinge erkennen als mancher Arzt auf nen Ultrschall
    – Ein Bild mit nem Punkt in der Mitte für 4000€…..Jeder Strich wäre dann also 40000€ wert gewesen…

    Soll heißen, ja….im Auge(oder Universum) des betrachters.
    Es ist vielleicht ein reicht weitgreifender Begriff der so ziemlich auf Alles anwendbar gemacht werden kann.

    Und in diesem Fall die Kunst, nicht die Kunst in einem Kunstmuseum zu fotografieren.

    Ach ja: Top „Premium“ Leistung

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    1. Besser kann man es nicht (be)schreiben!! Schade ist eigentlich das Kunstmuseum als Begriff immer schon mit Langeweile verknüpft wird. Einfach weil man als „Normalo“ nichts mit der klassischen Kunst (10 Striche, 3 Kreise, 4 Dreiche) anfangen kann. Und die mehrzahl der Museum zeigt eben solche Kunstwerke. In Stuttgart stand eine Leinwand auf die das Meer am Sandstrand projeziert wurde. Der Sinn dahinter war mir nicht klar (vor allem gemessen an der Fläche die dieses „Werk“ eingenommen hat… Aber allein deshalb weil es auch tolle Motive in einem Museum gibt, werde ich immer wieder hingehen 😉 Danke für Deine Rückmeldung zu dem Thema!!

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  8. Oh…Blog des Monats…Respekt! Herzlichen Glückwunsch!…Dieser Post ist das beste Beispiel dafür, dass du diese Auszeichnung wirklich verdient hast. Deine Gedanken über die Kunst finde ich sehr sympathisch…Ja…über das Thema Kunst könnte man lange debattieren…und wer weiß, vielleicht trifft man sich ja zufällig mal in einem Museum…Ich bin dann die, die meist vor den Bildern steht, die in den dazugehörigen Katalogen eher nicht auftauchen…;-). LG Lotta.

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    1. Oh vielen Dank, man könnte fast meinen, ich wollte mit der VErlinkung soviel Zuspruch erhaschen!! 😉 Aber das war gar nicht der Gedanke… Echt nicht! 😉 Ich werde Dich finden Lotta 😉 Ich bin übrigens der, der nie die Schilder liest sondern nur von Raum zu Raum rennt in der hoffnung, was spannendes zu entdecken!! 😉

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      1. Ha, ha, ha…Da passen wir ja in Sachen „Museum“ bestens zusammen…
        P. S. Wäre doch schade gewesen, wenn du es nicht erwähnt hättest. Wir freuen uns doch alle gern mit dir…

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      2. Jaja, die kleine aber feine und erlesene Bloggerfamilie 😉 Schöne Sache, auf jeden Fall!!! Und wer weiß, vielleicht schaffen wir es ja eines Tages tatsächlich mal bewusst uns zusammen durch ein Museum zu „knipsen“ 😉

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  9. Von mir auch nochmal Glückwunsch zum Blog des Monats, werd ich mir gleich mal anschauen! Die Bilder sind toll, man geht viel zu selten ins Museum, deswegen find ich diese „Erinnerung“ gradios. Bei meinem letzten Museumsbesuch dachte ich mir aber bei vielen Ausstellungsstücken „Is dat Kunst oder kann dat wech?“ Kunst liegt einfach im Auge des Betrachters! 😉

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    1. Vielen Dank!! Und glaub mir, mir geht es auch immer ähnlich… „Das da? Kunst?“ Aber wie in jeder zwischenmenschlichen oder beruflichen Situation/Beziehung ist Toleranz und Respekt wohl der Schlüssel… Naja, solange die Kunst von uns beiden so hochwertig bleibt ist ja alles gut ;-)) Freu mich auf die Bibliothek in Stuggi!!

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  10. ein schöner text zum thema kunst und wow, die reaktionen darauf sind ganz schön zahlreich 🙂 ich habe zwei ganz eindeutige favoriten: die beiden mit der schrift auf dunklem grund und die beiden high key mit den elementen in blau/türkis. eindeutige antworten gibt es bei kunst nie, aber das ergebnis eines kreativen prozesses finde ich schon einen ganz guten erklärungsansatz.

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    1. Ich bin da selber ein bisschen überrascht, der Beitrag ist schon ein bisschen älter und war eher als Lückenfüller gedacht 😉 Aber in dem Fall liegt es sicher weniger an der Qualität der Fotos, als mehr am Thema „Kunst“. Da hat ja wirklich jeder ne Meinung 😉 Und vielleicht freuen sich die Leser, dass endlich mal keine jungen, hübschen Frauen zu sehen sind ;-))

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      1. 😉 ach geh, als ob leser je ein problem mit jungen hübschen frauen hätten 😛 aber das merke ich auch, beiträge, die diskussionsfähige themen beinhalten, werden meist stärker kommentiert. dennoch ist das niveau hier im allgemeinen internetvergleich herrlich gehoben 🙂

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      2. Wir sind halt auch eine sehr erlesene Auswahl an Bloggern 😉 Wobei mir schon auffällt, dass gerade bei mir die Reaktionen meist ausführlicher ausfallen, wenn es mal nicht um reine Menschenfotografie ohne Hintergrund/Tiefsinn geht… nicht das mich das ärgert, aber es fällt mir gerade an dem Beispiel hier auf 😉

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      3. ja, das ist aber bei mir auch so. wenn man „nur“ ästhetisches zeigt, fühlen sich weniger leute zu kommentaren motiviert, als wenn es wirklich um ein thema geht. das beobachte cih acuh immer wieder.

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      4. Das ist ja auch das spannende… Hätte ich vor 1-2 Jahren auch nicht gedacht, dass ich einen solchen Trend feststellen könnte… Dieses Gefühl für den eigenen Blog schleicht sich anscheinend über die Jahre ganz unauffällig ein 😉

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  11. Erst einmal ganz herzlichen Glückwunsch zum Blog des Monats. Gute, offene Worte hast Du in Deinem Beitrag gefunden. Über Kunst zu sprechen bzw. zu schreiben ist ohnehin diffizil genug. Spätestens, wenn der kunsthistorische Grund verlassen wird, die Erklärungen durch das Begleitheft oder den Kunstvermittler zu Ende sind, ist der Besucher auf sich selbst gestellt. Voraussgesetzt er kommt überhaupt soweit. Ich bin gerne unterwegs in Sachen Kunst. Für mich berührt die Kunst Herz und Verstand. Meist einzeln, unterschiedlich gewichtet; entweder – oder. Das ist vielleicht die Art von Kunst, die Du beschrieben hast. Manchmal berührt sie zusammen, das ist natürlich gefälliger – ich mag das sehr – doch nicht unbedingt besser. Alf Lechner, ein Bildhauer, der Anfang des Jahres verstarb, hat mal in einem Interview treffend formuliert: „Das Grundprinzip der Kunst ist, Dinge zu machen, die niemand will und niemand brauchen kann, im Gegensatz zum Design.“ In diesem Sinne, Herzlichen Grüß aus München, Daniela

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    1. Vielen lieben Dank für Deine tolle Rückmeldung Daniela!! Man merkt das Du Dich mit Kunst beschäftigst und Dir schon viele Gedanken gemacht hast. Das was Du schreibst macht Sinn, vor allem die Aussage des Herrn Lechner gefällt mir… Sehr spannend! Wünsch Dir nen guten Start in die Woche!! 😉 lg Markus

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  12. Die Frage, was Kunst ist und was nicht, ist wahnsinnig schwer… Freut mich, dass du deine Gedanken hier ein bisschen teilst, denn diese Frage beschäftigt mich tatsächlich auch öfter! Ich denke, Kunst ist Kunst, wenn der Macher sie als solche bezeichnet, wie damals zum Beispiel Duchamp in der Objektkunst. Aber leider wird auch oft, vor allem bei Graffiti, von der Gesellschaft festgelegt, was Kunst ist und was „weg kann“. So bleibt ein Banksy an der Wand und ein gleichwertiges Stück eines No Name Künstlers wird einfach übermalt…. Ich könnte jetzt ewig darüber philosophieren, vor allem weil ich gerade heute erst Kunstkolloqium hatte, lasse das aber lieber und sage noch, dass sehr schöne Fotos bei deinem Museumsgang herausgekommen sind! 😉 Ich bin von Außen betrachet wahrscheinlich einer der Hipster im Museum (Fotoblog, Brille…), aber dagegen wehre ich mich stets! 😀 Liebe Grüße! 😉

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    1. Danke für Deine Rückmeldung, ich glaube Du gehst da genau richtig ran, auch wenn es kein Patentrezept zu dem Thema gibt. Leider gibt es immer Momente, in denen sich die auferlegten Regeln über die Kunst stellen (bsp. Graffiti)… Ein Thema das man einfach nicht bis zum Schluß diskutieren kann 😉 Und was den Hipster in Dir angeht, ich bin grundsätzlich im Privatleben immer bemüht, Menschen nicht erst nach dem Äusseren zu beurteilen 😉 Von daher bin ich da ganz offen und unvoreingenommen ;-))

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  13. Erstmal meinen herzlichsten zum deinem verdienten Preis. Siehst du, gute Arbeit wird doch noch belohnt.

    …und auch erstmal meine Begeisterung für deine tollen Bilder. Andrea hat es ja schon angesprochen. Ich finde es echt super spannend, wie unterschiedlich man das Thema Museum angehen kann. Umso schöner ist es, dass wir uns die Aufgabenstellung selbst gegeben haben und somit völlig unbeeinflusst an die Sache rangegangen sind. Jeder mit seinem Ergebnis…. …womit ich zur Hauptfrage deines Artikels komme.

    Klar, ewig langes Thema. Ob ein Blogger an sich schon Kunst macht, wage ich zu bezweifeln, nur weil es ein Blogger ist. Eine Idee für MICH, was denn Kunst ist, steckt im Wort Kunst an sich. Wenn eine Umsetzung einer Idee die Kunst versteht diese Idee, ein spezielles Gefühl oder einen auslösenden Reiz zu vermitteln, dann ist es Kunst für mich. Ein Kriterium. Gibt aber auch noch andere für mich.

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    1. Vielen Dank! Ich bin froh auch Deine Meinung zum Thema lesen zu können. Einfach auch deshalb weil ich zum einen weiß das Du auch mal kritisch hinterfragst und zum anderen auch schon unzählige Male bewiesen hast, dass Du in MEINEN Augen ebenfalls das Prädikat Künstler verdient hast. Wobei „verdienen“ kann man sich das glaub ich gar nicht, es hängt halt doch am Betrachter und die Art und Weise wie er an Fotos im allgemeinen rangeht. Ich finds klasse und tatsächlich sehr spannend. Und ja, mit einer gewissen Aufgabenstellung macht es das ganze noch ein bisschen „perfekter“ (natürlich nur was UNSERE Sicht angeht) 😉

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      1. Ich glaube, dass die Diskussion um Kunst in Deutschland teilweise auch ein bisschen verbissen geführt wird, wie denn genau diese Schublade auszusehen hat. Weiß gar nicht was denn passieren soll, wenn etwas als nicht Kunst gilt. Muss der-/diejenige dann aufhören produktiv zu sein. Andere Stimmen, die sagen das alles Kunst sei, kann ich aber aber auch nicht nachempfinden. Es gibt da schon eine Linie. Irgendwo. Wo die jetzt genau ist, ist mir auch eigentlich Latte.
        In Russland ist der Begriff Künstler viiiel weiter gefasst. Da ist fast jeder der kreativ unterwegs ist ein Künstler. Kunst dort ist aber auch näher an den Menschen. In Deutschland gibt es da schon gewisse Berührungsängste, weil immer noch das Prädikat ELITÄR darüber schwebt. Warum das so ist weiß ich nicht genau. Es hat aber schon mit dieser wohldefinierten Schublade zu tun, was denn genau Kunst ist. Dummerweise kennt nur keiner die genaue Definition !!! …doch viele fühlen sich jenseits dieser Linie! …was auch immer das jetzt wieder heissen mag. 🙂

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      2. elitär ist vielleicht der beste Ausdruck um die Sache ansich zu beschreiben… Warum das immer in Deutschland so verbissen gesehen wird versteh ich auch nicht… Das denk ich auch immer wieder wenn mir dieses Klischee begegnet das einem vorschreibt, dass man gefälligst um 09:00, 12:00 und 18:00 seine Mahlzeiten einnehmen muss… Ich komm vom Thema ab, aber ich finde Du hast das wirklich wichtige ganz wunderbar zusammengefasst, dafür meinen Dank!!

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  14. Hallo (:
    Ich bin hier neu und gerade auf deinen Eintrag gestoßen.

    Gerade diese Hipster-Fraktion, die Du ansprichst kenne ich zu gut. Naja, ich mit meinen 21 Jahren und als begeisterter Student der Kunstgeschichte gehöre wahrscheinlich für einen Außenstehenden auch dazu..:P
    Aber ich finde, dass sich die Kunst, gerade die zeitgenössische, immer mehr zu einer Marke transformiert. Zwischen den alteingesessenen Museumsbesucher Ü50, die sich selten auf etwa einlassen, was nicht dem traditionellem Kunstbegriff entspricht, und der Sorte: „Seht her, ich gehe ins Museum, ich bin intellektuell!“ sehe ich momentan wenig Spielraum. Die Künstler dieser Zeit haben es nicht leicht diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Ich denke nicht, dass es vielen einfach nur darum geht etwas zu verkaufen.. ich bin der Meinung, dass die Motivation aufzufallen, zu schockieren viel größer ist.
    Ich habe etwas über den provozierenden Charakter der Kunst verfasst, vielleicht interessiert es Dich ja!

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