Faces of Dzaleka


Nach einer etwas längeren Pause gibt es hier mal wieder ein kleines Lebenszeichen. Ich hatte die unwahrscheinlich wertvolle Möglichkeit, einmal ziemlich weit über den Tellerrand hinausschauen zu dürfen. Und für dieses Privileg bin ich sehr dankbar. Die Reise führte uns nach Malawi in das Dzaleka Flüchtlingscamp…

After a long break I will return to my blog again. I had the unbelievably valuable opportunity to look quite far beyond my nose. And I am very grateful for this privilege. The trip led us to Malawi to the Dzaleka refugee camp…

In diesem Flüchtlingscamp leben dezeit ca. 43.000 Menschen, hauptsächlich aus dem Kongo und aus Burundi. Die Umstände in diesem Camp sind mit Worten und Bildern sehr schwer zu begreifen oder darzustellen. Allerdings geht es in diesem Beitrag auch eher um einen Lichtblick in all dem Elend. Eine gewisse Anzahl an Kindern hat hier nämlich die Möglichkeit, ein Child Care Centre zu besuchen und so wenigstens ein bisschen Normalität zu erfahren.

About 43,000 people live in this refugee camp, mainly from the Congo and Burundi. The circumstances in this camp are very difficult to comprehend with words and pictures. However, this article is more about a ray of hope in all this misery. A number of children have the opportunity to visit a Child Care Centre and experience at least a little normality.

Diese Kinder erleben zu dürfen war eine unglaubliche Erfahrung die ich wohl niemals vergessen werde. Es ist eigentlich unvorstellbar, dass einem an diesem Ort so viel Freude und Strahlen begegnen kann. Doch dank dem Einsatz von engagierten und professionellen Menschen entstand hier ein Ort der Hoffnung bringt. Wenn auch nur langsam und Schritt für Schritt.

To be allowed to experience these children was an incredible experience that I will probably never forget. It is unimaginable that so much joy and radiance can come from this place. But thanks to the commitment of dedicated and professional people, a place of hope has been created here. If only slowly and step by step.

Hier erfährt man Hilfe die tatsächlich ankommt und direkt spürbar ist. Kinder sind in Sicherheit, werden betreut und erhalten eine gewisse Ration an Nahrung. Sie haben die Möglichkeit einen Spielplatz zu nutzen und können sich in einer sauberen Umgebung bewegen. Die Tatsache, dass es aber dennoch genug Kinder gibt, die sehnsüchtig über den Zaun schauen, ist Grund genug nicht aufzuhören mit all dem Engagement und der Leidenschaft für diesen Ort.

Here one experiences help that actually arrives and is directly perceptible. Children are safe, cared for and given a certain ration of food. They have the possibility to use a playground and can move in a clean environment. However, the fact that there are still enough children who longingly look over the fence is reason enough not to stop with all the commitment and passion for this place.

Ein zweites Bildungszentrum ist aktuell bereits mitten in der Entstehung/Bauphase und wird in naher Zukunft fertiggestellt sein. Ab dann hat endlich eine weitere große Anzahl Kinder die Möglichkeit, den Zaun zu überqueren. Wer mehr über diesen Ort, seine Zukunft, die Kinder und die Flüchtlinge, die Leidenschaft und den Antrieb erfahren möchte oder einfach einen kleinen Anteil dazu beisteuern möchte, klickt bitte hier. Denn dieser Ort braucht auch in Zukunft Hoffnungsschimmer und Kinderlachen…

A second Education/Care Centre is currently in construction and will be completed in the near future. From then on, another large number of children will finally have the opportunity to cross the fence. If you want to know more about this place, the future, the children and the refugees, the passion and the drive or if you just want to contribute a little bit, please click here. Because this place needs also in the future glimmer of hope and children laughter…

34 Kommentare zu „Faces of Dzaleka“

  1. wow was für Fotos ! Jedes einzelne ein Highlight und jedes einzelne hat eine Geschichte. Ich kenne ja deinen Trip nach Afrika und weiß das du das niemals vergessen wirst.
    Wir Europäer können uns die Sitiuation kaum vorstellen , nein gar nicht vorstellen ist passender !
    Ich denke hier sind viele viele Ansätze notwendig um das Übel zu bekämpfen. Nicht nur Nahrung, Unterkunft ect. sondern Frieden in den jeweiligen Länder wäre wichtig. Könnte mir gut vorstellen,dass dann die Flüchtlingsraten zurückgehen könnten den wer flüchtet schon gerne aus seiner Heimat !
    Ein großes Thema finde ich aber auch die Verhütung ! Warum haben die Frauen dort z.Teil 6 ,7 oder 8 Kinder ? Ferner das Thema Aids was mit Sicherheit auch eine große Rolle spielt.
    Du kannst das nach deinen Erfahrungen und Gesprächen viel besser beurteilen !!!
    Auf jeden Fall fantastische Kinderaufnahmen die einem schon „nahe“ gehen !!!! Da kommt sicherlich noch mehr !!!!

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    1. Vielen Dank für Deine Gedanken zu dem Thema. Du hast so ziemlich alles erwähnt was wichtig ist. Es ist und bleibt wohl auch eine andere Welt mit anderen Blickwinkeln. Aber es lohnt sich eben auch in kleinen Schritten diese Welt ein bisschen zu verändern. Und das wurde hier getan. Zum Glück. Das Thema wird mich sicher noch ne ganze zeit beschäftigen und somit auch wohl oder übel den Blog 😉 Danke nochmal!!

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  2. Wow! Auf diesen Beitrag habe ich gewartet nachdem ich schon ein paar Bilder auf Instagram gesehen hab! Richtig, richtig tolle Bilder! War es kein Problem die Kinder dort zu fotografieren oder wie lief das ab? Was mich so beeindruckt ist die Lebensfreunde der Kids die wirklich nicht viel haben und trotzdem lachen und glücklich sind, da könnten wir und oft eine Scheibe abschneiden nach dem Motto „erfreue dich den kleinen Dingen“…

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    1. Danke! Ich bin auch echt stolz diese Chance gehabt zu haben. Da ich für die ausführende Organisation arbeite, war es kein problem die Genehmigung für die Fotos zu bekommen. Ansonsten würde sich das als schwierig erweisen. Die menschen vor Ort sind verständlicherweise nicht soooo offen, fotografiert zu werden. Vor allem nicht von Weißen mit großen Kameras…

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  3. Daisserwieder…. …und wie!!! Schön, dass du zurück bist…. …und es ist absolut umwerfend, was du uns da mitgebracht hast.

    Das berührt wirklich. So nah dran an so vielen wunderschönen und lebendigen Augen von Menschen. Es ist ergreifend das Leben in deinen Bildern zu sehen und sich dabei den Hintergrund und den Ort deiner Geschichte vor Augen zu halten.

    Das stößt viele Gedanken in mir an, ob ich den auch immer so lächle, bei den privilegierten Lebensumständen die ich habe. Das Lächeln ist dort vielleicht nicht ein permanenter Zustand, aber es macht Hoffnung, dass es immer noch so tief in einem steckt.

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    1. Ich danke Dir, es tut gut mal wieder was zu veröffentlichen. Und dann Fotos von einem solchen Erlebnis… Das hat man echt nicht alle Tage. Auf jeden Fall war es eine Erfahrung die noch lange nachwirken wird… Die Chance so etwas zu sehen, mitzuerleben, zu spüren… Unbezahlbar fürs weitere Leben! Und ja, man hinterfragt sich natürlich auch selbst, vor allem was die eigenen Ansprüche und Gedanken angeht…

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  4. Wow ein toller Beitrag von dir, der mich aber auch sehr emotional werden lässt. Trotzdem schön, wie du beschreibst, dass du trotz des Elends soviel Freude und Hoffnung in deinen Bildern festhalten konntest. Ich finde es erstaunlich, wie gut deine Bilder die Stimmung transportieren können und wie ausdrucksstark die Augen der Kleinen sind.. Man kann nur erahnen, was sie schon alles gesehen haben müssen. Trotzdem drücken sie ganz viel Lebensfreude aus! Danke für diesen kleinen Einblick. Diese Reise wird vermutlich lange im Gedächtnis bleiben..

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    1. Vielen Dank liebe Ellie, mich freut es voll das Du Dich so mit den Bildern und den Menschen auseinandergesetzt hast! Ich les gern Deine Meinung zu meinen Beiträgen. 😊 Und der hier ist mir besonders wichtig, also nochmal: DANKE!!

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  5. Unglaublich schöne Fotos und eine sehr beeindruckende Reise. Die Kinder haben so ausdrucksstarke Gesichter und grosse Augen. Das war bestimmt eine Reise, die du nicht vergessen wirst und dich auch in deinem Alltag weiter als Erfahrungsschatz begleiten wird, danke für diesen Beitrag
    LG Andrea

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  6. unglaublich. ich verfolge die bilder ja auf instagram schon länger und bin wirklich beeindruckt davon. so eine erfahrung ist bestimmt sehr speziell und schön zu hören, dass auch positive dinge passieren und gemacht werden und vor allem: dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
    wahnsinn, dass du diese reise gemacht und dich dieser aufgabe gestellt hast.

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    1. Danke! Schade das die Zeit ein bisschen knapp war, es gibt ja immer so viel zu erzählen… In dem Fall so viel, dass ich meistens die Hälfte vergesse und mir dann erst wieder einfällt, wenn ich Fotos seh 😉 ich denke mit Deinem ersten Wort „unglaublich“ beschreibst Du ganz gut wie es mir vor Ort oft ergangen ist, in jeder Hinsicht 😉

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  7. Ganz wunderbare Kinderbilder! Ich dachte zugegebenermaßen zuerst: Kinder gehen irgendwie immer. Vor allem, wenn sie so oft strahlen (wenn auch nicht alle, was ich ganz ausgleichend finde) und einem Hoffnung vermitteln. Das tun Kindergesichter ohnehin oft, finde ich.
    Ich weiß auch nicht, irgendwie bin ich dennoch zögerlich, ich habs noch nicht ergründet. Irgendwas löst das bei uns Deutschen aus, von dem ich für mich noch nicht gecheckt habe, was das eigentlich ist und wie ich das finde. Und das macht es mir nicht ganz leicht.
    Ich bin aber eigentlich sehr neugierig auf deine Reise, es ist ein Unterschied, ob man dort hin reist oder hinterher BIlder sieht, die einen irgendwie packen, denn das tun sie, deine Aufnahmen. Ganz konkret und mit großen Augen packen sie einen an. Dort vor Ort ist die Erfahrung sicher sehr konkret.
    Vielleicht ergibt es sich ja mal, darüber zu erzählen.
    Ganz Kuhno-Bilder im übrigen. Wunderschön.

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    1. Auch hier versteh ich Dich total. Es fehlt natürlich eine Menge Emotion, realität und Bewegung in den Bildern. Die Zustände sind schwer darzustellen. Aber diese Kinder waren in dem Moment glücklich. Zu 100%. und das hab ich versucht festzuhalten. Als wir dann weg waren ging deren Leben wieder den normalen Gang. Aber aufgrund der Hintergurndgeschichte und aufgrund dessen was für diese Kinder getan wird, geht es ihnen deutlich besser wie den restlichen 99%. Ein schwieriges Thema. und dem fotografisch gerecht zu werden ist definitiv unmöglich. Aber allein die Tatsache wie die Stimmung eben in dem einen Moment war, ist es wert, gezeigt zu werden 😉

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  8. Worte fehlen mir hier… … … wie Andrea schreibt, etwas „schwierig“, aber auch wie du sagst, in dem Moment war und ist es so… und es wird mit Sicherheit auch jenseits der Kamera immer wieder so aussehen;-)… udn diese Momente zählen!!! Sehr berührende Bilder!

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  9. Für mich strahlen die Bilder eine große Tiefe aus. Gerade das Nebeneinander von Lachen, Faxen machen & stillen Blicken erzählt etwas zwischen den Zeilen. Dass das Lachen nicht immer da ist, dass Kinder den Moment leben und dass es nie um Zahlen geht, sondern immer um die Würde jedes einzelnen Menschen. Danke dafür.

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