Dream a little dream


In Zeiten von Mindestabstand, Ausgangssperren, Vermeidung von sozialen Zusammenkünften und Security im Supermarkt rückt die Fotografie natürlich ein bisschen in den Hintergrund. Selbst dann, wenn man einen Teil seines Lebensunterhalts damit verdienen muss. Blöd nur, dass gerade in der Zeit ein kleiner Traum von mir in Erfüllung geht. Aufgrund eines anstehenden Umzugs hat sich nämlich die Möglichkeit ergeben, einen großen Teil des Dachgeschosses in ein Mini-Homestudio zu verwandeln. Und weil man ja heutzutage die Zeit in den eigenen 4 Wänden verbringen sollte, war es naheliegend, ein erstes Test-Shooting zu planen…

Unter strengsten und regierungskonformen Sicherheitsvorkehrungen habe ich mich dann mit Annabel getroffen. Die Vorbereitungen waren geradezu lächerlich, ein Fenster, ein schwarzes Bettlaken, ein dutzend Reißnägel und eine kleine Kommode als Sitzgelegenheit für Annabel. Die Räumlichkeiten lassen nämlich ausschließlich Portraits zu, aber genau das ist es ja, was ich am liebsten mache. Und dann haben wir einfach fotografiert.

Annabel kam völlig ungeschminkt und natürlich. Der Plan war, die Outfits und das Make-Up Schritt für Schritt zu steigern und „dicker“ aufzutragen. Relativ schnell war klar, das wird funktionieren. Annabel hatte ich bisher einmal vor meiner Kamera. Für mich war das Shooting letztes Jahr ein absolutes Highlight und ich war mit meiner „Testperson“ sofort zu 120% zufrieden. Denn auch wenn sie vor der Kamera noch recht unerfahren ist, Ausstrahlung, Motivation und Freude sind für mich 1000x wertvoller…

Und so agierte Annabel mit einer absoluten Gelassenheit und zog spielend leicht jede Anweisung von mir durch. Einer dieser Momente in denen ich sehr stolz auf mich war… Denn Annabel damals anzusprechen und für ein Shooting zu überreden hat mich schon Überwindung gekostet. Aber das Potenzial hat mich davon überzeugt, diesen Schritt trotzdem zu wagen. Mit Erfolg…

Ich möchte daher alle Menschen dazu ermutigen, sich auch einfach mal vor eine Kamera zu stellen. Es kann so viel Spaß machen und die Ergebnisse lassen einen immer wieder staunen. Es geht nicht um Erfahrung oder den leidigen Satz „ich bin aber überhaupt nicht fotogen“. Es geht darum, sich gegenseitig zu vertrauen und sich nicht zu verstellen. Einfach mal geschehen lassen und nicht drüber nachdenken.

Dir liebe Annabel danke ich von Herzen. Es war mir eine so große Freude, mit Dir das ERSTE Shooting in meinem kleinen Studio erleben zu dürfen. Die Ergebnisse haben mich in vielerlei Hinsicht überzeugt. Zum einen war die Idee eines Studios im Dachgeschoss eine richtig gute, zum anderen funktioniert mein Riecher noch ganz wunderbar. Und selbst in Zeiten von COVID-19 gibt es hinter den Kulissen noch genügend Gründe, sich für ein paar Stunden richtig gut zu amüsieren.

Danke Annabel für Deine Begeisterungsfähigkeit, Deine Geduld und Deine ansteckende Fröhlichkeit. Ich hoffe es werden noch viele Menschen den Weg über die viel zu steile Treppe in mein Dachgeschoss wagen…

2 Kommentare zu „Dream a little dream“

  1. Annabell hat wirklich eine wunderbare Ausstrahlung. Die Fotos sind toll geworden. Mir gefallen sowohl die ersten im natürlichen als die Steigerung mit Makeup und Co. (die gefallen mir ein bißchen besser 🤫).
    Deine Superkraft funktioniert also nach wie vor ganz ausgezeichnet. Gut, dass Du Annabell davon überzeugen konntest, nachdem Du sie erkannt hast. 😁

    Schön übrigens, mal wieder etwas von Dir zu lesen und sehen. 😃 Apropros wegen Deines Aufrufes von wegen jeder sollte vor die Kamera und so …. ich wette, in Deinem neuen Dachgeschoss-Traumhafte-Portraits-Studio funktionieren auch Selbstportraits. 😉

    Gruß, Annett

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  2. Schon etwas länger bin ich hier in der Bloggerwelt ziemlich inaktiv, weil manchmal das Digitale einfach zu viel geworden ist und ich mich mehr in der analogen Welt bewegen wollte… Jetzt entdecke ich aber so langsam wieder auch die Möglichkeiten der Langsamkeit im Fotografieren und merke, dass ich es sehr vermisst habe… Ebenso wie deine Fotos, von denen ich so viel gelernt habe! Und nach einiger Zeit „Abstinenz“ sehe ich hier etwas, das beim regelmäßigen Gucken nicht so aufgefallen ist: deine Fotos bleiben gleich, es ist ganz klar DEIN Stil, aber irgendwie sind sie auch anders… klarer, ein anderes Wort fällt mir dafür nicht ein. Und was ich sehe, gefällt mir sehr gut!
    Und: herzlichen Glückwunsch zu deinem eigenen Studio!!! Sei es auch noch so einfach oder klein, wenn du daraus nicht was zaubern kannst, wer dann;-)?!

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