Ich bin kein Reise-Blog (2)


Es gibt diesen Moment wenn man sich langsam aber sicher Richtung Süden bewegt. Der Moment in dem zum erstem Mal diese dunklen Schatten am Horizont auftauchen und man nicht wirklich sagen kann ob es sich um aufziehende Regenwolken oder um Berge handelt. Und irgendwann ist man sich dann sicher. Egal ob im Allgäu oder nochmal etwas weiter südlich, in unserem Fall in Südtirol…

Nach 2018 lockte auch dieses Jahr wieder das „Alto Adige“, die nördlichste Provinz Italiens und eines der wohlhabensten Gebiete innerhalb der EU das bis 1919 noch zu Österreich gehörte. Die Mischung aus Seen, italienischem und österreichischem Flair, den unglaublich leckeren dünnen Pizzen und natürlich den Bergen macht es schwer, das Ziel der alljährlichen Haupt-Auszeit im Sommer zu ändern.

Da es sich nicht wirklich lohnt, die große Kamera mit an den See zu nehmen, beschäftigt sich dieser Beitrag einmal mehr mit einer relativ neu entdeckten großen Liebe: den Dolomiten. Seit 2009 dürfen sich all diese Berge offiziell als UNESCO-Weltnaturerbe bezeichnen. Egal ob mit oder ohne diese Auszeichnung, diese Region lässt einen immer wieder aufs neue sprachlos und glücklich zurück. Und das sind schon auch die Dinge, die das Meer in mir hervorruft…

Auf dem Programm standen diesmal 2 Wanderungen, die mit Kindern machbar sind, aber eben mehr sind als nur geteerte Wege die durch ein Waldstückchen führen… Wir nahmen also die knapp 1,5h lange Fahrt auf uns und fuhren vom Kalterer See nach St. Christina. Von dort aus führt der Sessellift zum Hochplateau der Langkofelgruppe. Und auch wenn der Preis recht teuer erscheint, der erste Blick auf den gewaltigen Steinhaufen namens Langkofel (immerhin 3181m hoch) ist unbezahlbar…

An der Bergstation angekommen geht es vorbei an Kühen und Pferden (jeweils mit Nachwuchs) einen traumhaften Weg immer entlang des massiven Langkofels in Richtung Langkofelhütte. Das schöne am wandern in diesen Regionen ist die Tatsache, dass man nie weiß, welcher Blick einen hinter der nächsten Kurve erwartet. Egal wo man steht und ich welche Richtung man schaut, die Faszination bleibt und die Kamera rattert.

Einer dieser ganz besonderen Momente war der erste Blick auf die Langkofelhütte. Eingebettet in massiven Fels und umrandet von turmhohen Gipfeln steht sie da. Einfach so.  Die Zeit auf der Hütte muss man genießen, auch wenn der ein oder andere Gedanke immer wieder abschweift und man daran denkt, wie es wohl wäre, wenn man den Weg noch weiter nach oben nehmen würde bzw. könnte. Aber an diesem Tag blieb das der Fantasie überlassen. Und das war auch gut so, denn all die Momente und Blicke waren deutlich mehr als das, was wir uns erhofften.

Damals wussten wir noch nicht, dass wir ein paar Tage später ein ähnliches und doch ganz anderes Erlebnis haben durften. Dazu dann aber mehr im 3ten Teil der „ich bin kein Reise-Blog“ Saga 😉

4 Kommentare zu „Ich bin kein Reise-Blog (2)“

  1. kenn mich bestens aus dort und auf der Langkofelhütte war ich noch nicht, aber den Langkofel in seiner ganzen Größe umrundet. Damals nicht mit der Seilbahn v. St. Christina hoch, sondern vom Parkplatz oben am Sellajoch hinüber zur Plattkofelhütte und zum Gipfel des Plattkofel ! Weiter dann umrundet und unter der Langkofelfhütte vorbei wieder zum Sellajoch !
    Ja die Dolomiten haben mich damals auch völlig begeistert und Touren in diesem Gebirge habe ich wirklich jede Menge gemacht !!!!!

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