Von einem Baum, einer Blume und ganz viel Freundschaft…


Es war einmal ein wunderschönes Stückchen Wiese, auf der ein Baum wuchs. Es war ein mächtiger Baum. Seine Blätter so strahlend grün wie die Farbe eines unreifen Apfels, sein Stamm so dick, dass man ihn nicht umfassen konnte, seine Rinde so braun wie frische Erde und seine Wurzeln so tief verankert, dass sie auch dem stärksten Sturm standgehalten haben. Viele Kinder kamen auf diese Wiese, um in den Ästen des Baumes zu klettern.

Abends erzählten sie sich Geschichten über ihre Abenteuer. Ihm wurde genug Liebe, Aufmerksamkeit und Fürsorge geschenkt. Der Baum war überglücklich. Und so vergingen Monate, Jahre. . . Die Kinder, die auf dem Baum spielten, wurden immer weniger, Sie wurden erwachsen und bald war die Wiese verlassen. Mit den Kindern wurde der Baum auch älter. Seine robusten Äste wurden knorrig, seine Blätter immer weniger. So verfiel der Baum allmählich.

Eines Frühlingsmorgens trug der Wind einen Samen auf die Wiese. Neugierig beobachtete der Baum das Geschehnis, bis sich der Samen vor ihm auf den Boden niederließ. Tag für Tag pflegte er den Samen, bis aus ihm eine wunderschöne Blume wurde. Der Baum war froh, dass er eine Freundin gefunden hatte und nun nicht mehr einsam war. Durch die farbenprächtige Erscheinung der Blume besuchten wieder Kinder die Wiese. Doch ihre Aufmerksamkeit galt ausschließlich der entzückenden Blume. Dadurch wurde der Baum ganz traurig und fühlte sich vernachlässigt.

Als der Baum es nicht mehr aushielt, sprach er die Blume darauf an: „Wieso beachten dich die Kinder und ignorieren mich? Meinst du, ich bin ihnen nicht mehr schön genug? Habe ich nicht mehr genug Äste und Blätter?“ Tränen kullerten über die Rinde des Baumes. „Ach, Baum. Du darfst dir darüber keine Gedanken machen. Du bist immer noch derselbe gesunde und wunderschöne Baum, der du einmal warst. Deine Äste mögen vielleicht nicht mehr so kräftig sein wie früher, dafür hast du ein junges Herz. Die Fürsorge und Liebe die du mir geschenkt hast als ich im Wachstum war, strahlen nun durch mein Äußeres. Ich bin dein Inneres, Baum. Du hast mir deine Kraft geschenkt und mich zu dem gemacht, was ich nun bin. Und dafür bin ich dir unendlich dankbar. Du bist mehr als Genug, du bist perfekt“, sprach sie ihm liebevoll zu.

Durch das Gespräch mit seiner Freundin wurde der Baum ganz glücklich. Doch die Zeit des Baumes ging zu Ende und er verstarb. Da wurde die Blume sehr traurig. Sie weinte Tage und Nächte lang.

Eines Nachts, als die Blume endlich schlief, kam ein Samen herbeigeflogen. Er drehte friedlich seine Kreise im Wind und ließ sich schließlich vor der Blume nieder. Dies bekam sie jedoch nicht mit und erwachte nichtsahnend und trauerte weiter. Ihre Tränen fielen auf die Stelle, wo der Samen seine Wurzeln schlug. Bald wurde ein kleines Bäumchen aus ihm. Die beiden freundeten sich an, genau wie es die Blume und ihr alter Freund getan hatten. Und die Blume brachte dem Bäumchen alles bei, was sie von ihrem alten Freund erlernt hatte.

Danke Isi, Danke Nicole, ihr seid einmalig!!

4 Kommentare zu „Von einem Baum, einer Blume und ganz viel Freundschaft…“

  1. Du weißt ja lieber Markus, dass ich ein riesengroßer Fan von dir bin. Und wenn Isi noch mitwirkt bin ich schlichtweg sprachlos. Was ihr hier zu dritt auf die Beine gestellt habt ist unglaublich berührend. Traumhaft schöne Aufnahmen. 🥰 Und die Geschichte dazu (selbst geschrieben???) Wirklich süß. Einfach toll Markus!🤗

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