Eine schwarze Serie oder ‚Film noir‘


Es ist ja immer gar nicht so einfach im Leben eines Teilzeit-Fotografen. Da macht es der Umstand auch nicht leichter, dass man anhand der Bilder dann auch noch einen Beitrag auf dem Blog veröffentlichen will. Was schreibt man noch nach unzähligen Beiträgen auf denen hübsche, junge Mädels zu sehen sind? Wird das nicht auch irgendwann mal langweilig…?

NEIN! Denn solange man von kreativen und „hungrigen“ Menschen umgeben ist, gehen einem auch die Ideen nicht aus. So auch beim dritten Shooting innerhalb eines Tages das ich zusammen mit Heidi von Nahaufnahme durchführen konnte. Und diesmal war alles ein bisschen anders als sonst…

Heidi und ich kannten uns zu dem Zeitpunkt als wir an der Tür der Location klingelten gerade mal ein paar Stunden. Es war unser erstes Shooting an diesem knallvollen Tag (klick & klick). Die beiden Mädels (ja, Isi war auch wieder mit dabei) suchten sich das Thema selbst aus und auch der Ort des Shootings war neu. Es war nämlich das Zuhause von Isi’s Großeltern. Genau die, die schon des Öfteren die Klamotten für viele andere Shootings mit Isi und ihrer Familie sponserten.

Was dann folgte war für mich sehr beeindruckend. Es begann mit ein paar tollen Geschichten von Isi’s Oma was die Herkunft der Klamotten anging. Und auch Isi und Lynn waren top vorbereitet und überraschten uns mit spannenden Outfits. Dazu die Wohnungseinrichtung der Großeltern… Herausforderung angenommen!

Irgendwie war mein erster Gedanke „Film noir“ (wird im deutschsprachigen Raum mit „Schwarzer Serie“ übersetzt). Keine Ahnung warum. Und zu diesem Zeitpunkt konnte ich das auch gar nicht so wirklich visualisieren. Aber es war im Hinterkopf. Als ich dann später den Begriff dank wikipedia erklärt bekam, fand ich da schon einige passende Definitionen:

  • entfremdete oder verbitterte Protagonisten sowie urbane Schauplätze
  • starke Hell-Dunkel-Kontraste
  • eine pessimistische Weltsicht
  • gewisse Eigenschaften (visueller Stil, Atmosphäre, Thematik …) so überzeugend teilen, dass ihnen dadurch mit der Zeit ein unverkennbarer Charakter verliehen wird
  • Bereich der Klassifizierung durch Motiv und Stimmung

Das war jetzt einfach mal ein bunter Mix aus dem, was eben dort zitiert und beschrieben wird. Ob das jetzt für jeden passend erscheint oder nicht, ich kann sehr gut damit leben und finde es spannend, dass ich für mich da nicht ganz soooo daneben lag. Es hat sich auch sofort wieder diese düstere Stimmung eingestellt. Mein altes Problem dass ich so gar nicht als Problem ansehe 😉

Zuletzt durfte ich dann auch Isi und ihr Oma fotografieren, beide in tollen Kostümen die lokal sogar eine große Bedeutung haben. Viel schöner war es jedoch zu sehen, wie schön Liebe und Familie sein kann. Selten hab ich das so deutlich gespürt. Ein toller Vormittag endete irgendwann und hinterließ viele Eindrücke. Isi, Lynn und Oma Isi, vielen lieben Dank für alles, es war mir eine ganz besondere Freude, in dieser Atmosphäre Gast gewesen zu sein…

37 Kommentare zu „Eine schwarze Serie oder ‚Film noir‘“

  1. bin begeistert ! Die Location ist super passend zu den Fotos ! Die Oma wird staunen wenn sich sich noch im Internet anschauen darf – für sie im Moment einfach unvorstellbar ! Super Idee und tolle Umsetzung !

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    1. Vielen Dank!! Das freut mich… Ja, die Ima würde Augen machen, wobei ich denke das sie bei dem Enkel besser Bescheid weiß als manche 40 jährige… 😉 In dem haus hätte es sich noch tausend Ecken und Winkel die spannend wären zu fotografieren, auch ohne Model… 😉

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    1. Danke Dir!! Da hat ne Menge gepasst, vor allem die Klamotten zur Location… Und die ganze Stimmung… Was das übersetzen angeht, da sind wir uns mal wieder eining, schaurig wie manche Filme für den deutschen Markt schön übersetzt worden sind… Eternal Sunshine of the Spotless Mind wird Vergiss mein nicht, traurig 😦

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  2. Ach ist das schön…Sehr atmosphärische Bilder…Einfach wunderschön. Ich bin wirklich hin und weg…Solche Bilder könnte ich mir gut an der Wand in einer gemütlichen Kneipe…oder in einem urtümliches Café vorstellen. Oder in einer Ausstellung…Wann darf ich deine Werke hier in Leipzig bewundern…also live…;-)?
    Ich war mal in Markkleeberg im Fotomuseum in einer Ausstellung. Da wurden Menschen in ihrer Wohnumgebung fotografiert…Milieu-Studien sozusagen…superspannend.

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    1. Ach ihr bringt mich hier immer auf Ideen, „Milieu-Studien“, wie spannend wär das denn?!!! Das hört gar nicht auf mit dem Input… Sehr spannend! Mir wär es ja ein Ehre wenn mal jemand auf mich zukommen würde um meine Fotos in seine Kneipe zu hängen… Ich wär sofort dabei! Danke Dir für Deinen Kommentar, sehr wertvoll! 😉

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  3. Da habt ihr’s ganz schön krachen lassen an dem Tag! Drei Shootings mit wundervollen Models in total unterschiedlichen Locations und eins besser als das andere! Ich bin wieder mal begeistert von den Bildern! Lynn macht das super, Isy ist fast schon Kult und wenn ich die Oma dazu sehe, ist das auch ne coole Socke! 😉 Wahnsinn auf was für Ideen ihr kommt. Auch wie du das Licht nutzt ist wieder mal toll! Du hasts halt einfach drauf! 😉

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    1. Oh ja, das war echt ein anstrengender Tag, wobei das so egal wird, wenn man merkt, dass es sich mal wieder gelohnt hat 😉 Mit so wunderbaren Menschen rockt so ein Tag einfach… Und so lernt man dann auch immer wieder neue Menschen und Sichten kennen, mit das wertvollste wie ich finde 😉 Danke Dir auf jeden Fall für Deine Worte!!

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  4. Eine schöne Idee und eine tolle Kulisse. Ich finde gerade durch das Thema wirken die s/w Fotos in der Serie noch mal passender und schöner!

    Dankeschön. Nachdem ich jetzt daheim wieder eine Routine gefunden habe, gibt’s auch wieder regelmäßiger was zu lesen. 😉

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  5. ey, Herr Kollege, was für eine Serie. Super Idee die ein ganz tolles Flair rüberbringt. Neben den großartigen Fotos bekommst du auch hier ein ganz intensive und ungewöhnliche Stimme transportiert. Der ganze Aufwand, der da wohl im Vorfeld betrieben wurde hat sich echt sowas von gelohnt! Eine wirklich ungewöhnlich schöne Geschichte, die du/ihr da erzählst.

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    1. Ich muss auch ehrlich sagen, dass mich sowas schon mit am meisten flasht… Wie Du schreibst, eine Szene, Geschichte erzählen, irgendwie… Eigentlich hätte ich die beiden auch noch einen Text dazu schreiben lassen können, Charakterbeschreibungen z.B… Die Figuren sind ja auch aus deren Hirn entstanden 😉 Ach schön, vielen Dank für all Dein Lob!!!

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  6. Hallo Du da :o)
    Was für ein zauberhafter Post! Ich bin gefangen in der Stimmung die deine Bilder vermitteln. Eine eindrucksvolle *Schwarze Serie* hast du so geschaffen, die durch die hübschen Models zu leben beginnt! Ich gehe so gerne mit dir auf virtuelle Reise ;o)
    Hab ein schönes Wochenende!!!!
    Ganz liebe Grüße zu dir entsende

    Britta

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  7. Irgendwie eine ganz spannende Zusammensetzung: das Treffen mit Heidi, die Location bei Isis Großmuter, das Thema … ich bin immer wieder verblüfft auf welche Ideen Du oder Ihr so kommt 😉 Das lässt mich selbst so ein bisschen auf meine Bilder schauen und auf die Ideen, die da mehr oder weniger vorhanden sind. In letzter Zeit eher weniger. Ich finde alles in allem sehr inspirierend und besonders, als Einzelbilder, gefallen mir das Klavierbild, bei dem Isi sich an den Schrank anlehnt; ich weiss nicht genau woran ich es fest machen kann, vielleicht erinnert es mich an so manch Filmszene, bei der die Gäste den Tönen aus dem Klavier lauschen und ins Träumen verfallen. Außerdem gefällt mir das Tischdecken-Zieh-Finger-Titelbild. Das ist einfach ein Motiv, das ich so noch nicht gesehen habe. Es wirkt sehr mystiriös, durch die unscharfe Person und die Handhaltung. Das Bild von Isi und Ihrer Oma ist zudem ein sehr stimmungsvolles Familienportrait. Schön mit anzusehen.

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    1. Vielen Dank für Deine Worte, kommt irgendwie noch ehrlicher weil Du Isi halt schon kennst 😉 War auf jeden Fall ne tolle Erfahrung und ganz viele spannende Begegnungen… Und ich hab wirklich keine Ahnung mehr wie das Tischdecken-Zieh-Finger-Bild überhaupt zustande gekommen ist ;-))

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